Die Olympischen Spiele zu Gast in Eintürnen

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Beim Jahreskonzert des Musikvereins Eintürnen sind verdiente Musiker geehrt worden. (Foto: privat)
Schwäbische Zeitung

Die Mu-Si-Kids unter der Leitung von Yvonne Wendlik haben nach das Jahreskonzert in der Turnhalle Eintürnenberg eröffnet. Zubor begrüßte der Vorsitzende Roland Schmid die Gäste. Bei den Mu-Si-Kids handelt es sich um 23 Kinder aus Eintürnen im Alter zwischen vier und sieben Jahren, die am musikalischen Früherziehungsprogramm des Musikvereins und des Liederkranzes Eintürnen teilnehmen.

Unter dem Motto „Musik erzählt von großen Ereignissen“ hatte Florian Hubl für seine 37 Musiker eine tolle Auswahl der Musikstücke getroffen. Ines Bott und Heinz Schele führten durchs Programm. Die musikalische Erzählung begann mit den olympischen Sommerspielen 1988 in Seoul. Mit fanfarenähnlichen Klängen kündigte „The Olympic Spirit“ von John Williams (Arrangeur Roland Smeets) dieses Großereignis an. Die Melodie ließ die Zuhörer den olympischen Geist spüren und forderte die Musikanten, besonders die Trompeten, sprichwörtlich in den höchsten Tönen.

18 Musiker erhalten Ehrennadel

Der Niederländer Jacob de Haan setzt der Villa, in der er seine Schulzeit verbrachte, mit dem Stück „Ross Roy“ ein musikalisches Denkmal. Der Beifall bestätigte, dass die musikalischen Wechsel zwischen emotional langsamen und ausdrucksstark schnellen Passagen gut gespielt waren und das Publikum folgen konnten. Rudolf Hämmerle verlieh als Kreisverbandsvorsitzender des Bezirks Schussen 18 Musikern aus Eintürnen die Ehrennadel in Bronze, Silber, Gold, beziehungsweise Gold mit Diamant (siehe Kasten). Mit dem Konzertmarsch „Abel Tasman“ von Alexander Pfluger endete der erste Konzertteil. Gut abgestimmt unterstrich das Glockenspiel beim „Graf Zeppelin Marsch“ von Carl Teike (Arrangeur Siegfried Rundel) dem 110 Jahre alten „Innbegriff des deutschen Marsches“ das Zusammenspiel zwischen Holz- und Blechblasinstrumenten der Kapelle. Der Höhepunkt im zweiten Teil war „Hindenburg in Memoriam Lakehurst 1937“ von Michael Geissler. Die Umsetzung dieses Konzertstücks, das von der dramatischen Reise der Hindenburg, deren Explosion und dem daraus entstanden Mythos „erzählt“, ist den Musikern sehr gut gelungen.

So kamen zum musikalischen Zeitpunkt der Explosion auf der Hindenburg sogar „Hilfe“- und „Feuer“-Rufe aus den Reihen der Musikanten. Im Anschluss wurde es mit dem Walzer „Über den Wellen“ von Juventino Rosas (Arrangeur Simon Felder) klassisch. Zum Schluss erklang noch ein Klassiker: die Annen-Polka von Johann Strauss im Arrangement von Siegfried Rundel. Mit diesem Stück beendete Florian Hubl mit seinen Musikern die zweite Konzerthälfte.

Mit Gabriellas Song als Zugabe verzauberte eine emotional eindrucksvolle und bekannte Melodie die Zuhörer. Eigentlich war Florian Hubl nicht auf eine weitere Zugabe vorbereitet, doch zum Abschluss und als Dank an die Zuhörer und besonders an Rudolf Hämmerle spielten die Musiker nochmals den Marsch Abel Tasman.

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