Gospelchor aus Norddeutschland und „Merazhofen singen in Eglofs

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Die Chöre haben in der Eglofser Sankt Martinskirche für den guten Zweck gesungen.
Die Chöre haben in der Eglofser Sankt Martinskirche für den guten Zweck gesungen. (Foto: Edgar Rohmert)
Schwäbische Zeitung
Edgar Rohmert

Ein weiterer Auftritt des „Fockbeker Gospel- und Moritatenchor“ ist am Samstag, 12. Mai, um 19.30 Uhr in der Katholischen Pfarrkirche St. Gallus und Ulrich in Kißlegg.

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- „FoGoMo“ ist die liebevolle Abkürzung für „Fockbeker Gospel-und Moritatenchor“, der die Begeisterung und Liebe für die Gospelmusik in diesen Tagen ins Allgäu bringt. An Christi Himmelfahrt gastierte der Chor aus Norddeutschland in einem Gemeinschaftskonzert mit dem „Gotteslobchor“ aus Merazhofen in der Eglofser Sankt Martinskirche. Nicht nur, um die Zuhörer mit ihren Liedern zu begeistern, sondern auch, um für einen guten Zweck zu singen – die Kindernothilfe, die ein Projekt für behinderte Kinder in Kerala in Indien unterstützt. Das Konzert war zugleich eine frohmachende Sanges-Begegnung zwischen Plattdeutsch und Allgäuer Dialekt.

Was führt einen Chor aus Norddeutschland ins beschauliche Allgäu? Ganz einfach: Ludwig, ein ehemaliger Sänger des „FoGoMo“, ist seit seinem Umzug ins Allgäu Mitsänger beim Merazhofener Gotteslobchor. Der norddeutsche Chor ließ seinen Ludwig aber nur unter der Bedingung ziehen, wenn eine Einladung ins Allgäu erfolgt. Die ließ nicht lange auf sich warten, und so kam das Gemeinschaftskonzert zwischen den beiden Chören zustande. Die Merazhofener eröffneten das Konzert mit dem „Allgäuer Heimatlied“. Dass das Singen unser Leben verschönert, kam in dem zweiten Lied überzeugend zum Ausdruck.

Stimmgewaltig, erfrischend und lebendig war der anschließende Auftritt des Gospelchors aus Norddeutschland. Mit viel Leidenschaft und Temperament sangen die Sänger Gospels wie „Bless the lord, oh my soul“, „Oh, what a wonderful world“, „Stay in touch with god“, „Viva Jesu“, oder „Come, let us sing“ – ein Gospel zum kraftvollen Mitsingen und rhythmischen Mitklatschen. Sanft und zart dagegen das Gospellied „I believe in you“.

In einer „Nacht- und Nebelaktion“ hatten die beiden Chöre bei einer halbstündigen Probe zwei gemeinsame Stücke einstudiert, die bei dem Konzert zur Aufführung kamen – mit Erfolg. „Masithi“, ein Gospellied aus Afrika, das viele Europäer begeistert mitsingen, kam bei den Zuhörern genauso gut an wie die Vertonung von Psalm 19: „Die Himmel erzählen“.

Am Ende gab es noch zwei Zugaben: FoGoMo beeindruckte mit dem berühmten Liebeslied auf Plattdeutsch „Dat Du mein Liebste bist“, und der Chor aus Merazhofen mit dem Schwäbisch-Allgäuer Heimatlied „Grüß di Gott, Ländle“. Die beiden Dirigenten Rita Buchner (Merazhofen) und Stefan Stauer (FoGoMo) und ihre Sänger ernteten viel Applaus für ihr mitreißendes Konzertprogramm.

Ein weiterer Auftritt des „Fockbeker Gospel- und Moritatenchor“ ist am Samstag, 12. Mai, um 19.30 Uhr in der Katholischen Pfarrkirche St. Gallus und Ulrich in Kißlegg.

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