Esmaralda wirft einen Blick in die Eglofser Zukunft

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Schiff Ahoi, die Fahrt kann beginnen! Allerdings erst, nachdem alle Matrosen an Bord sind.
Schiff Ahoi, die Fahrt kann beginnen! Allerdings erst, nachdem alle Matrosen an Bord sind. (Foto: Clauia Bischofberger)

Beim Faschingsball der Eglofser Feuerwehr am Bromigen Freitag ist löschen zwecklos gewesen. Die Bude brannte auf voller Ebene. Und das Publikum war mit Feuer und Flamme dabei.

Schlag 8 Uhr läutet die Schiffsglocke. Das Programm ist eröffnet. Und Punkt 8 Uhr erwartet der Kapitän seine Matrosen am Schiff. Wütend stellt er fest, dass drei seiner Männer noch fehlen. Außer Atem kommt der erste mit folgender Entschuldigung: Er sei mit dem Fahrrad zum Rotlichtmilieu gefahren. Als er wieder raus kam, war sein Gefährt nicht mehr da. Beim Pferdehändler lieh er sich ein Pferd und ritt damit weiter. Plötzlich fiel das Pferd tot um. Und somit musste er zu Fuß den Rest des Weges gehen. Daher sei er nun zu spät. Dem zweiten Matrosen widerfuhr Gleiches. Der Dritte, der anstatt dem Pferd ein Moped lieh, kam zu spät – wegen Staus. Die Polizei erklärte ihm, dass zwei tote Pferde auf der Fahrbahn lägen. Schiff Ahoi, die Fahrt kann beginnen!

Weiter ging es im Elsass: Ein Hotelbesitzer möchte mit seiner geliebten Frau Astoria in den lang ersehnten Urlaub nach Dubai. Endlich findet er eine Vertretung, die seiner würdig ist. Der Concierge Paolo aus der Po-Ebene soll den Laden schmeißen. Doch nicht alles läuft nach Plan. Was während der Abwesenheit des Hotelbesitzer-Ehepaars alles so geschieht wird in dem erfrischend fröhlichen Sketch amüsant dargestellt und erfreute das Publikum durch schauspielerische Höchstleistung.

Was bringt die Zukunft für Eglofs: Wahrsagerin Esmaralda sieht viel durch ihre Kugel. Doch diese erleuchtet Esmaraldas Gabe nur, wenn der Opferstock mit ausreichend Geld gefüttert wird.Wird der Bäckerladen laufen? Soll man in Altenwohnungen investieren? Was tun mit dem überschüssigen Geld des Eglofser Musikfests? Die Antworten weiß allein die Kugel – und der gefüllte Opferstock.

Schließlich bekam das Publikum noch Einblicke in die Welt der Medizin. Genauer gesagt in den Hörsaal der angehenden Mediziner und ihrem Professor. Gleich zu Beginn seiner Vorlesung mahnt er seine Studenten: „Die wichtigsten Eigenschaften, die ein angehender Arzt inne haben sollte sind: Ekel überwinden und genaue Beobachtungsgabe!“ Und nach Worten folgten Taten. Die mitgebrachte Leiche sollte den Studenten nicht nur das Ekeln lehren sondern auch die Fähigkeit die Todesursache zu finden. Während alle den falschen Ansatz haben, liegt ein Student mit der Diagnose Leberzirrhose ganz richtig. Erstaunt über so viel Wissen fragt der Professor den Studenten, wie er das herausgefunden habe. „Also, ich werde ja wohl meinen eigenen Onkel erkennen!“

Mit diesem anspruchsvollen Unterricht in Anatomie endete das bunte Programm des Abends. Von jetzt an hieß es Durst löschen, Heißhunger stillen und eine heiße Sohle aufs Parkett legen. Die stimmungsvolle Gruppe „Wild Bock“ sorgte für den nötigen Dampf und ließ es musikalisch richtig krachen. (clbi)

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