Eglofs verwandelt sich in gemütlichen Marktplatz

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Besser geht's nicht: traumhaftes Wetter, ein toller Kunsthandwerkermarkt auf dem gemütlichen Dorfplatz von Eglofs, an die 5000 B
Besser geht's nicht: traumhaftes Wetter, ein toller Kunsthandwerkermarkt auf dem gemütlichen Dorfplatz von Eglofs, an die 5000 Besucher, die zuerst an den 40 Ständen fündig wurden und sich dann kulinarsch verwöhnen liessen. (Foto: Tine Steinhauser)
Tine Steinhauser

Ein Geheimtipp ist er schon lange nicht mehr: Rund 5000 Besucher sind am Samstag zum Kunsthandwerkermarkt auf den idyllischen Dorfplatz ins kleine Eglofs gekommen. Bereits zum 27. Mal hatte der Geschichts- und Heimatverein der Gemeinde den Markt auf die Beine gestellt.

„Wir haben 40 Stände mit Kunsthandwerkern aus der Region“, erzählte Vorstand Karl Stiefenhofer nicht ohne Stolz. „Die Idee war damals, den Dorfplatz zu beleben, nachdem der Autoverkehr vom Platz verbannt wurde. Wir wollten Kunst und Kultur nach Eglofs bringen“.

An Bedeutung gewonnen

Das ist gelungen. An den Ständen standen die Leute, schauten, stöberten, bewunderten und kauften. Vom handgeflochtenen Korb über ausgefallene Keramik, Lederwaren und Schmuck bis hin zum selbstgemachten Bärlauchpesto oder Knoblauchöl war alles zu finden.

„Wir brauchten natürlich schon etwas Durchhaltevermögen“, so Stiefenhofer, „ein Markt muss sich erstmal etablieren.“ Aber mittlerweile sei er einer der bedeutendsten seiner Art in Süddeutschland. Die Besucher kämen aus einem Umkreis von etwa 50 Kilometern. „Der Platz ist jetzt ein Wohlfühlplatz“, sagte der Vorstand mit einem Blick über das gemütliche Dorfinnere.

Das wichtigste aber bliebe, dass der Markt ein Treffpunkt sei. Nicht nur an den Ständen, auch an den Biertischen, wo sich die Gäste kulinarisch verwöhnen lassen könnten, hatte jeder Zeit für ein Gespräch mit Freunden, alten Bekannten oder zufällig Wiedergetroffenen. Auch Fachsimpelei über die hochwertigen Produkte war zu hören.

Ein ganz besonderes Erlebnis war natürlich die Kostprobe eines in Eglofs abgefüllten Weins, des „Kaisers Huld“. „Schon 1282 erlangte Eglofs das Recht, Wein auszugeben“, erzählte der Weinschenk. „Der Wein selbst kommt aus der Pfalz, aber er wird hier abgefüllt und ist etwas Besonderes“.

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