Erzählbus steht in Bodnegg und Wolfegg

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 Alwine Glanz (Bildmitte), Leiterin des Projektes „Gastarbeiter auf dem Land“, und ihre Kollegin Alina Ganter (Museumspädagogin)
Alwine Glanz (Bildmitte), Leiterin des Projektes „Gastarbeiter auf dem Land“, und ihre Kollegin Alina Ganter (Museumspädagogin) sind mit dem Erzählbus unterwegs. (Foto: Claudia Buchmüller)
Schwäbische Zeitung

Seit dem 24. Mai ist der Erzählbus auf Tour im Landkreis Ravensburg. Bei Kaffee oder Tee im eingebauten Café sind alle Bürger eingeladen, dem Bauernhausmuseum Allgäu-Oberschwaben Wolfegg ihre Geschichten zum Thema „Gastarbeiterinnen und Gastarbeiter“ zu erzählen. Die gesammelten Geschichten fließen dann laut Mitteilung in die geplante Dauerausstellung über die Arbeitsmigration der 1950er- bis 70er-Jahre auf dem Land im Fischerhaus ein.

Nach Besuchen auf den Wochenmärkten in Aulendorf. Aitrach und Bad Wurzach stehen für den Erzählbus in der kommenden Woche weitere Termine an. Zunächst steht er im Mittelpunkt des Ferienprogrammtags „Heimat oder Fremde?“ am Dienstag, 18. Juni, im Bauernhausmuseum in Wolfegg, der in Kooperation mit dem Kulturverein Inkultura stattfindet. Kleine und große Besucher können Dinnete backen, einen Reisepass basteln oder bei einer Museumsrallye Migrationsgeschichten in Oberschwaben entdecken. Zudem hält der Erzählbus am Freitag, 28. Juni, von 8.30 bis 12 Uhr beim Bodnegger Wochenmarkt.

Am Mittwoch, 19. Juni, ist der Erzählbus zudem zu Gast im Erinnerungscafé in der „Unteren Mühle“ in Isny. Mit dem Projekt „Panorama_Partner“ laden die Städtischen Museen Isny seit Januar 2018 interessierte Bürger ein, sich zu einem stadtgeschichtlichen Thema auszutauschen. Im November vergangenen Jahres wurde „Die neue Heimat Isny“ thematisiert, gesprochen wurde über die Situation nach 1945 für Neuankömmlinge wie für Isnyer Altbürger. Der Besuch des Erzählbusses lädt dazu ein, ihre Anekdoten und Erlebnisse zum weiterführenden Themenbereich „Wirtschaftswunderzeit und Gastarbeiter“ zu erzählen.

Das Ausstellungsprojekt zur Arbeitsmigration des Bauernhaus-Museums ist eingebettet in das grenzüberschreitende Großprojekt „Migration nach Vorarlberg und Oberschwaben im 19. bis 21. Jahrhundert“. Zusammen mit dem Vorarlberg-Museum (Bregenz), dem Klostertal Museum (Wald am Arlberg) und dem Montafoner Museen (Schruns) sowie dem Verein Xenia (Bludenz) erforscht, dokumentiert und vermittelt das Bauernhausmuseum die verschiedenen Aspekte von Migration.

Gefördert wird das Projekt von der EU im Rahmen des Interreg V-Programms „Alpenrhein-Bodensee- Hochrhein“ bis Ende 2020. Zwischen 2019 und 2020 wird der Erzählbus dann auch in Vorarlberg unterwegs sein, um andere, dort untersuchte Migrationsgeschichten zu sammeln und zu dokumentieren.

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