Die Blönrieder Katzen sind zurück

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Anna Holzleiter ist sichtlich glücklich, dass ihr Lieblingskater Gor gesund zurückgekehrt ist.
(Foto: Privat)
Wolfgang Heyer

Am Dienstagnachmittag sind drei Katzen der Familie Holzleitner in Blönried spurlos verschwunden. Nun sind sie zurück - ganz zur Freude von Daniela Holzleitner und ihrer Tochter Anna.

„Wir sind einfach überglücklich, froh und erleichtert, dass die Katzen wieder bei uns sind“, erklärt die Katzenliebhaberin. Vor allem ihre fünfjährige Tochter Anna kann nun endlich wieder mit ihrem Lieblingskater Gor schmusen. „Sie hat über das ganze Gesicht gestrahlt, als sie ihre Kater gesehen hat“, beschreibt Holzleitner den besonderen Moment. Gleichwohl seien die Tiere sichtlich verstört. Kater Mucki hätte gar einen „Hau weg“, wie die Blönriederin sagt: „Er scheint eine Aversion gegen geschlossene Räume entwickelt zu haben. Sobald ich ihn mit rein nehme, zittert er richtig.“ Die mehrfache Mutter ist sich daher sicher, dass die drei Vierbeiner nicht einfach nur so in der Natur unterwegs waren. Das macht sie auch daran fest, dass Katzen nicht im Rudel herum streunern oder jagen gehen. Auch hätten die Tiere bei ihrer Rückkehr nicht nach Wald und Wiese gerochen. „Die kleine Katze maunzt auch ständig. Das hat sie davor nie gemacht.“ Die Freude über die Rückkehr ist dennoch ungebrochen. „Ich denke, dass das nur möglich wurde, weil die Thematik so öffentlich gemacht wurde. Vielleicht ist den Tätern ja Angst und Bange geworden“, so Holzleitner.

Sonja Eigeldinger nahm die Nachricht über die Rückkehr der drei Blönrieder Katzen ebenfalls sehr freudig auf. „Ich habe mich natürlich riesig mitgefreut. Gottseidank hat die Familie ihre Katzen wieder“, berichtet die Steinenbacherin. Obgleich von ihrer Katze seit neun Tagen jede Spur fehlt. Mit Flyern macht sie vor Ort auf ihren verschwundenen Kater aufmerksam und hofft nun auch auf einen ebenfalls positiven Ausgang. „Petro ist weiß und hat hellbraune Flecken und ein hellbraunes Köpfchen. Er ist unkastriert, gechipt und zehn Monate alt“, beschreibt Eigeldinger ihren vermissten Liebling.

Eigeldinger kann weiterhin hoffen. Denn die Ermittlungen der Polizei sind keinesfalls abgeschlossen – ganz im Gegenteil. „Die Ermittlungen gehen weiter“, sagt Polizeisprecherin Manuela Dirolf. Einerseits weil es noch offene Fälle gebe, andererseits „weil es interessant wäre zu erfahren, wer die Katzen dann eventuell wieder freigelassen hat.“ Die Vermutung liege nahe, dass ein möglicher Täter den Bericht über die verschwunden Katzen gelesen und die Tiere daraufhin laufen lassen hat. Damit bestätigt Dirolf Holzleitners Annahme.

Am Donnerstag hat Daniele Holzleitner Dankeszettel in der Raiffeisenbank sowie im Kindergarten aufgehängt, schließlich hat sie in den vergangenen Tagen viel Unterstützung von den Blönriedern erfahren.

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