Zwischen Vogelgezwitscher und Wassergeplätscher

Lesedauer: 6 Min
Schwäbische Zeitung
Redaktionsleiter

Impressionen von der Wanderstrecke gibt es online unter:

www.schwaebische.de/tour-elfenweiher

Alle Berichte der Serie gibt es unter:

www.schwäbische.de/draussenunterwegs

Mit Bollerwagen, Kind und Kegel machen sich viele Familien in Oberschwaben am 1. Mai auf zur traditionellen Maiwanderung. Der Schwäbische Albverein Ortsgruppe Bad Waldsee hat der „Schwäbischen Zeitung“ eine familienfreundliche Wanderroute in Bergatreute aufgezeigt, die die Natur in ihrer ganzen Vielfalt präsentiert. Ein Wanderbericht:

Rolf Kesenheimer, Vorsitzender des Schwäbischen Albvereins Bad Waldsee, und Wanderführer Thomas Appenmaier treffen sich am zentral gelegenen Parkplatz bei der Kirche. Von dort führt der Weg in Richtung Witschwende. Kurz vor dem Ortsschild geht es rechts ab und nur wenige Meter später finden sich die Wandersleute inmitten grüner Natur wieder. Ein Kiesweg schlängelt sich hinunter zur Wolfegger Ach. Hier ziehen die Bäume mit frühlingshaft-nuancierten Grün- und Rottönen die Blicke auf sich.

Auf der Brücke über die Wolfegger Ach bleiben die erfahrenen Wanderer stehen und lassen das fließende Gewässer auf sich wirken: Das Wasser plätschert im Vordergrund, im Hintergrund ist Vogelgezwitscher zu vernehmen. Die Sonnenstrahlen spiegeln sich im Wasser. „Einfach schön“, sagt Kesenheimer, hält kurz inne und zeigt auf den Wegweiser mitten auf der Lichtung. „Hier geht es in Richtung Weißenbronnen weiter“, erklärt er und Appenmaier nickt.

Entlang des Kieswegs gibt es aufgetürmte Holzstapel und blühende Frühlingsboten zu entdecken. Je nach Sonneneinfall erstrahlen die Blätter hell- oder dunkelgrün. Plötzlich bleiben die beiden Wanderer stehen. Ein Mini-Wasserfall und ein urig verlaufendes Bachbeet laden die Blicke zum Verweilen ein. Die Wanderer sind an der ehemaligen Waldschenke Weißenbronnen angekommen. „Hier war der Räuber Schwarzer Veri mal zu Gast“, erklärt Appenmaier, untermalt von beruhigendem Wasserplätschern und lebendigem Vogelgezwitscher. Die beiden Männer verharren noch ein Weilchen an der Stelle, ehe die Wanderroute sie weiter nach Tal führt.

Der Weg ist gesäumt von kleineren Wasserläufen. Hier und da bahnt sich das Wasser seinen Weg durch Moos und über Wurzeln hinweg und fällt sanft in einen Art Bachlauf parallel zur Wanderstrecke. Dann geht es raus aus dem Wald, vorbei am Mahlweiher über Giras bis hin zum Elfenweiher. „Hier kann man die Picknickdecke auspacken, Schwäne beobachten und den Blick aufs Wasser genießen“, zeigt Kesenheimer einige Möglichkeiten der kurzweiligen Beschäftigung auf. Das Areal bietet viele Möglichkeiten zur entspannenden Zeit in der Natur.

Nach einer kurzen Verschnaufpause erwartet die Wanderer ein weiterer Höhepunkt der Tour. Nur noch schnell am Gehöft Klösterle vorbei, hinein in den Wald und nach oben auf die Anhöhe „Ecksteige“. Mit jedem Schritt voran erstreckt sich vor den Beobachtern die landschaftliche Weite. Die Aussicht über Bergatreute ist nicht nur für Naturfreunde ein lohnenswerter Anblick. Eine Bank bietet müden Wanderern zudem die Gelegenheit die Füße zu schonen und innezuhalten.

Von hier sind es noch etwa zehn Minuten bis der Parkplatz in Bergatreute wieder erreicht ist. „Die Wanderung kann man gut an einem Nachmittag oder Vormittag hinbekommen“, zeigt Appenmaier die Familientauglichkeit der Wanderroute auf.

Impressionen von der Wanderstrecke gibt es online unter:

www.schwaebische.de/tour-elfenweiher

Alle Berichte der Serie gibt es unter:

www.schwäbische.de/draussenunterwegs

Mehr zum Thema
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen