Reiterprozession und Gottesdienst zu Ehren des Schutzpatrons

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17 Reitergruppen und etliche Blutreitergruppenaus der näheren und weiteren Umgebung haben am Georgsritt teilgenommen.
17 Reitergruppen und etliche Blutreitergruppenaus der näheren und weiteren Umgebung haben am Georgsritt teilgenommen. (Foto: Yvonne Giwitsch)
Schwäbische Zeitung
Yvonne Giwitsch

Bei strahlendem Frühlingswetter und wahrlich sommerlichen Temperaturen hat das Georgsfest im Bergatreuter Ortsteil Gwigg stattgefunden.

In Bergatreutes Teilort Gwigg steht eine denkmalgeschützte Kapelle, die dem Heiligen Georg geweiht ist. Sie zeigt in ihrem Inneren kunstvolle Darstellungen der bekanntesten Szenen aus der Legende um das Leben des heiligen Georg. Der heilige Georg ist bekannt als Schutzpatron von Pfadfindern, Bauern und Reitern. Er ist zudem der Schutzpatron der Pferde. Die Brüder Alois und Manfred Hoh hatten 1995 die Idee, das Georgsfest in Gwigg wieder aufleben zu lassen und mit einem Georgsritt zu verbinden. In diesem Jahr wurde das Georgsfest zum 24. Mal gefeiert.

17 Reitergruppen aus der näheren und weiteren Umgebung gaben am Sonntag beim traditionellen Georgsritt ein Zeugnis lebendigen Glaubens. Angereist waren auch in diesem Jahr etliche Blutreitergruppen aus der nahen und weiteren Umgebung, um mit der Blutreitergemeinschaft und den beiden Reitvereinen Bergatreutes beim Georgsritt mit zu reiten.

So waren denn auch wieder unzählige Gläubige zu der Kapelle St. Georg in Gwigg gekommen, um das gemeinsam das Patroziniumsfest zu feiern und in einem festlichen Gottesdienst um den Segen Gottes zu beten. Festlich geschmückt und liebevoll herausgeputzt zog die Reiterprozession zum Gotteshaus, um dort vor den wartenden Gläubigen den Segen Gottes für ihre Reiterprozession zu empfangen.

Der Heilige Georg, Schutzpatron der Bauern, Reiter, Sattler und Schmiede, aber auch der Pfadfinder, gilt noch heute als Vorbild christlicher Tapferkeit, wenn es darum geht, für den Glauben einzustehen.

Während die Blutreitergruppen zusammen mit dem ehemaligen Blutreiterpater Pirmin vom Benediktinerkloster Weingarten betend und singend durch die Flure rund um Gwigg zogen, feierten die Gläubigen zusammen mit ihrem Gemeindepfarrer Klaus Stegmaier mitten in Gottes wunderschöner Natur vor herrlichem Bergpanorama den festlichen Gottesdienst zu Ehren des Schutzpatrons ihrer Kapelle.

Nach rund einer Stunde kamen die Reiter wieder zum Festgelände zurück, wo sie von den Gläubigen freudig empfangen wurden.

Nachdem die Pferde versorgt waren, genossen Reiter und Gäste in der frühlingshaften Atmosphäre mitten in der blühenden Natur die gemütliche Feststimmung und bewiesen, wie selbstverständlich der Glauben im täglichen Leben verankert ist.

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