Dirigentin Stefanie Hairbucher und ihre rund 70 Musiker boten ein abwechslungsreiches Programm.
Dirigentin Stefanie Hairbucher und ihre rund 70 Musiker boten ein abwechslungsreiches Programm. (Foto: MV Bergatreute)
Schwäbische Zeitung

Der Musikverein Bergatreute hat zum alljährlichen Herbstkonzert eingeladen. Die Dirigentin Stefanie Hairbucher und ihre rund 70 Musiker entführten die Zuhörer gekonnt mit abwechslungsreichem und anspruchsvollem Programm und getreu dem Motto in fremde Welten voller vertraute Gefühle. Durch das Konzert führte dabei Verena Baumann.

Die erste Welt, in die die Besucher mit den Musikanten durch das Stück „Adventure Island“ von Andrew Pearce eintauchen durften, war ein magischer Themenpark, eine Welt der Achterbahnen und aufregenden Attraktionen voll Nervenkitzel und Adrenalin. Das nächste Stück „Nostradamus“ von Otto M. Schwarz entführte in die Welt des wohl berühmtesten Wahrsagers der letzten 1000 Jahre. Vertraute Gefühle – Angst, Trauer, Freude, Hass und Verzweiflung – reißen den Saal mit bis zum Ende des Stücks und damit dem von Nostradamus prophezeiten Ende der Welt. Doch die Menschheit überlebt und so schloss mit „Panta Rhei“ von Markus Götz die Geschichte eines Dorfes im Fluss der Zeit an. Passend dazu erfuhr man von Verena Baumann im Auftakt die Geschichte des eigenen kleinen Dörfchens. Eine Welt des Neubeginns, des Stolzes und Glaubens, Vertrauen in die Zukunft und der Heimatverbundenheit. Mit „Cats“ von Andrew Lloyd Webber wurde eines der erfolgreichsten Musicals aller Zeiten präsentiert. Auch hier spiegelten sich bekannte Emotionen wie das Gefühl, ausgestoßen zu sein, aber auch die große Freude am Leben mit all seinen Facetten. Nach diesem musikalischen Highlight wurden Zuhörer sowie Musiker mit dem „Aeronautenmarsch“ , einem Konzertmarsch, der in die Endlosigkeit des Horizonts entführte, in die Pause entlassen.

Den zweiten Teil des Konzert eröffnete der bekannte Song „Eye of the Tiger“ im Arrangement von Rieks van der Velde, bei dem wohl nicht wenige den spektakulären Boxkampf aus dem Film Rocky vor Augen hatten. Im nächsten Stück „Nothing`s gonna change my love for you“ im Arrangement von Thomas Asanger handelte es sich um einen ganz anderen Kampf. Hier präsentierte die Solistin Mareen Gindele an der Trompete, Jungmusikantin in Ausbildung, den Kampf der Liebe. Bei „Santiano“, nach der gleichnamigen Rockband, wurden man in die Welt der Seefahrer entführt. In diesen Motiven begegneten einem Gefühle wie Zusammenhalt, Vertrauen, aber auch Hunger und Durst. Ein besonderer Hingucker waren dabei die Akkordeon-Spielerinnen Claudia Bentele und Nathalie Scheele, beide in rockigem Outfit.

Anschließend ging es von der Heimat der Rockband, dem deutschen Norden, direkt ins Herz Spaniens mit „El Cartero“ von Hans van der Heide. Thema ist der Paso Doble, ein spanischer Paartanz, bei dem tänzerisch ein Stierkampf interpretiert wird – es dreht sich alles um siegen und besiegt werden. Den offiziellen Abschluss des Konzerts durfte Rocksänger Bryan Adams übernehmen. Allerdings nicht persönlich, sondern mit dem Stück „Bryan Adams – the best of me“ im Arrangement von Wolfgang Wössner.

Das Ende des Konzerts war damit aber noch nicht gekommen, denn es folgte die erste Zugabe „Ein Leben lang“ von den derzeit sehr erfolgreichen Fääschtbänklern, eine Liebeshymne an die Musik, bei der im Refrain die Musikanten ihr sängerisches Talent bewiesen. Die zweite und damit letzte Zugabe war ein traditionell ruhiges Lied. „Sound of Silence“ ließ das Konzert gefühlvoll ausklingen.

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