Bis zu 150 Mittagessen in Bergatreuter Mensa

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Ein Bild von der Einweihung 2016: Rektor Andreas Reichle (links) und Bergatreutes Bürgermeister Helmfried Schäfer geben Essen i
Ein Bild von der Einweihung 2016: Rektor Andreas Reichle (links) und Bergatreutes Bürgermeister Helmfried Schäfer geben Essen in der neuen Mensa aus. (Foto: Gemeinde Bergatreute)

Wenn Bergatreutes Bürgermeister Helmfried Schäfer Mittag essen geht, dann nimmt gerne mal den Weg vom Rathaus hinüber in die neue Mensa der Gemeinschaftsschule Bergatreute. Bis zu 150 Essen gehen dort täglich über den Tisch. Bezahlt wird bargeldlos mit einem Chip. Das Essen können die Eltern vorbestellen über eine eigene für die Mensa entwickelte App auf dem Smartphone. Am Ende bekommen die Eltern eine Abrechnung, was ihre Kinder konsumiert haben. Und sollte mal eine Vorbestellung vergessen worden sein, dann hat die Küchenleitung ein Nudelgericht in der Reserve.

„Wir sind stolz, hier auf dem flachen Land so eine fortschrittliche Mensa zu haben“, sagt Schäfer stolz. Die Mensa ist sein Stolz und der Stolz der Gemeinde. Besonders betont er das sogenannte Cook-and-Chill-Verfahren, mit dem die Mensa arbeitet. „Cook and Chill“ (Englisch: kochen und kühlen) bedeutet, dass das Essen halbgar vorgekocht und dann herunter gekühlt wird, damit es vor Ort fertig gekocht wird. „Das heißt, wir haben hier jeden Tag frisches Essen. Es wird nichts warmgehalten oder tiefgekühlt. Auch die Spaghetti können so nicht verkocht sein“, sagt Schäfer. Außerdem gilt dieses Verfahren als ernährungsphysiologisch wertvoller als andere Verfahren. Wie der Bürgermeister berichtet, sei die Nachfrage nach Umstellung auf „Cook and Chill“ um 30 Prozent gestiegen.

Biolebensmittel verwendet

Beliefert wird Bergatreute von einer Firma aus Ulm, die auch andere Unternehmen in der Region beliefert. „Sonst wäre es ja Unsinn gewesen, das Essen von Ulm herfahren zu lassen“, so Schäfer. Überzeugt habe, dass der Lieferant nur mit Bio-Lebensmitteln kocht und wert auf Regionalität lege. „Außerdem machen sie alles selbst, da gibt es keine Päcklessoße“, sagt Schäfer. Außerdem gibt es täglich frischen Salat an der Salatbar, die von den Kindern angenommen werde.

Eingeweiht worden ist die Mensa vor ziemlich genau zwei Jahren im ehemaligen Markant, dem damaligen Nahversorger im Ortszentrum unweit von Schule, Sporthalle, Bank und Rathaus. Begonnen habe man einst mit acht Essen pro Tag, jetzt ist diese Zahl dreistellig und für Schäfer ein Beweis dafür, wie richtig die Entscheidung damals war, die 800  000 Euro (Baukosten) für die Mensa auszugeben. Früher wurden die Schüler-Mittagessen, die es in der Gemeinde schon seit 2007 gibt, in der Gemeindehalle serviert. Jetzt können die Schüler in einem modernen, hellen Raum speisen, der über eine LED-Beleuchtung erhellt wird, die sich am Tageslicht orientiert.

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