Spitzenplatz für „Die Söhne Manfreds“

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„Einfach profimäßig, eine beachtliche Leistung zu so später Stunde“, lautete das Fazit der Juroren über den Auftritt der Band „D
„Einfach profimäßig, eine beachtliche Leistung zu so später Stunde“, lautete das Fazit der Juroren über den Auftritt der Band „Die Söhne Manfreds“. (Foto: Elke Obser)
Adelinde Schwegler

An guter Unterhaltungsmusik wird es Oberschwaben auch in Zukunft nicht mangeln. Am 1. Berger Band-Contest auf der Bergfest-Kulturwiese haben sich am Sonntagabend fünf Gruppen beteiligt mit einem Programm das abwechslungsreicher kaum hätte sein können. Von Blasmusik über Rock bis Jazz spannte sich der Bogen – und mit jedem Auftritt stieg die Spannung im proppevollen Festzelt, wo dann eine halbe Stunde vor Mitternacht der Sieger gefeiert wurde: „Die Söhne Manfreds“ aus Weingarten.

Sowohl für die dreiköpfige Jury wie für das Publikum war schnell klar: So sehen Sieger aus. „Die Söhne Manfreds“ waren mit durchschnittlich 17,5 Jahren die zweitjüngste Teilnehmerband, spielten Blasmusik von A bis Z, der Gesamteindruck war perfekt, das musikalische Niveau hoch, die Stückewahl gelungen. Noch keine zwei Minuten auf der Bühne tanzte das Publikum schon auf den Tischen. „Einfach profimäßig, eine beachtliche Leistung zu so später Stunde“, so die Juroren. Das Los entschied, dass sich die sechs Blasmusiker aus der Welfenstadt im Berger Zelt erst als letzte vorstellen durften, sich dann aber den mit 500 Euro ausgelobten Spitzenplatz eroberten.

Platz 2 und 250 Euro gingen an „Midnightsessions“, die jüngste Band, deren vier Mitglieder (zwei Mädchen und zwei Berger Jungs) sich über die Musikschule Ravensburg zusammengefunden hatten. Hier gefiel den Juroren der selbstsichere Auftritt der Jugendlichen (Alterdurchschnitt 14 Jahre), wie schnell sie den Draht zum Publikum fanden und „dass sie neben Covermusik auch einen eigenen Song aufführten“, so die Jury, die sich sicher ist, dass „in dieser Band noch Potenzial steckt“ und zum Weitermachen die Anerkennung aus Berg anregen soll.

Rang 3 und 100 Euro Preisgeld holte sich das „Ensemble Edelweiß“, eine Blasmusikbesetzung aus 13 befreundeten Musikanten zwischen Berg und Ebersbach, die sich dem böhmisch-mährischen Genre zuordnet und damit Stimmung ins Zelt brachte. Feine Musik, manchmal etwas derb angekündigt. „Doch musikalische war’s perfekt“, so die Jury.

Die Folgeplätze belegten „Blechwerk (neun Musikanten aus Uhldingen bis Schmalegg) mit Blechmusik und die „Digadoots“ aus Ebersbach und Altshausen, die schwäbischen Jazz und Blues mit groovigem Sound im Repertoire hatten. Tolle Musik mit Klavier und Klarinette, die anderswo bestimmt ansprechender aufblühen kann als in einem Bierzelt.

Publikum und drei Juroren entschieden

„Über die Wertungen insgesamt waren wir uns eigentlich schnell einig, da lagen wir eng beieinander“, sagten am Ende die drei Juroren, während im Hintergrund das Publikum tobte und „Die Söhne Manfreds“ das Festzelt rockten.

Die Entscheidung über Platz und Punkte fiel einmal durch das Publikum, zwei Applausmesser sowie durch die drei Juroren: der angehenden Musiklehrerin Johanna Kreuzer als Vertreterin des Berger Musikvereins, dem Posaunist und Dirigenten Sascha Hugger und dem FDP-Bundestagsabgeordnete Benjamin Strasser, der als Chormitglied und Geiger über Konzerterfahrung verfügt.

Für den Musikverein war es auf jeden Fall ein voller Erfolg – er darf stolz auf die Idee sein, auf seiner Kulturwiese einen Band-Contest ins Leben gerufen zu haben.

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