Robert Schad stellt in Sydney aus

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Einer Reihe von Kunstfreunden im Schussental kam dieser Tage eine Einladung ins Haus, die sie wohl kaum wahrnehmen werden: eine Einladung zu einer Kunstausstellung in Sydney im fernen Australien. Dort, in der Conny Dieztschold Gallery, einer Privatgalerie von Rang, zeigt der in Ravensburg geborene Bildhauer Robert Schad (Jahrgang 1953) eine Reihe seiner Skulpturen.

Von unserem Mitarbeiter   Siegfried Kasseckert

Vernissage ist am 29. Januar, Finissage am 27. Februar, und dazu wird Robert Schad dann auch hinfliegen. Der Tänzer Paul Cordeiro tritt bei der Finissage in Sydney auf, wie Schad mitteilt. Das ist stimmig; denn die aus Vierkant-Baustahl geformten, abstrakten Arbeiten Robert Schads orientieren sich auffällig stark an den Bewegungsabläufen des Tanzes und der Musik.

Oft arbeitet der Bildhauer, der einst das Albert-Einstein-Gymnasium in Ravensburg besucht hat und dort Schüler von Jupp Eisele war, mit Choreografen zusammen.

Drei Werke im Schussental

Im Schussental finden sich drei großformatige Arbeiten des inzwischen weltweit arbeitenden Bildhauers: der Schadbrunnen auf dem Ravensburger Marienplatz, einst sehr umstritten, die besonders schöne Arbeit im Stadtgarten zu Weingarten, wohl eine seiner besten Arbeiten überhaupt, und seit September vergangenen Jahres die acht Meter hohe Skulptur vor dem Rathaus in Berg, Titel: Berger Winde.

Weltweit Aufsehen erregte der Bildhauer, der ab 1971 in Berg lebte, mit seinem 34 Meter hohen und 50 Tonnen schweren Kreuz für den portugiesischen Wallfahrtsort Fatima. Er hat bisher mehr als 40 Großplastiken geschaffen, darunter auch den 140 Meter langen Stuttgarter Weg im Tunnel, der den alten Landtag mit dem Haus der Abgeordneten verbindet.

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