Mit „Verrückten im Kader“ nach Mengen

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 Voller Fokus auf den April: Bergs Dominik Damjanovic (vorne) gegen Balingens Fabio Pflumm.
Voller Fokus auf den April: Bergs Dominik Damjanovic (vorne) gegen Balingens Fabio Pflumm. (Foto: Christian Metz)
Christian Metz

Der TSV Berg fährt am Samstag zum FC Mengen. Anpfiff beim besten Aufsteiger ist für den Landesliga-Tabellenführer um 15.30 Uhr.

Gar nicht typisch für einen Liganeuling: Der FC Mengen kommt nach einer bereits ordentlichen Hinrunde nach der Winterpause so richtig ins Rollen. Vier Siege und ein Unentschieden aus den letzten fünf Spielen – nicht einmal die Bilanz der Berger sieht besser aus. War’s bisher jedes Mal knapp, so gelang der Mannschaft von Trainer Miroslav Topalusic am vergangenen Sonntag mit dem 4:0 beim FV Altheim ein überzeugender Sieg, der noch höher hätte ausfallen können. Mit 34 Punkten sind die Mengener an der Spitze des Tabellenmittelfelds angekommen – mit dem Zehn-Punkte-Polster auf den Relegationsplatz wird nach hinten nichts mehr anbrennen. Jede Menge angebrannt ist allerdings im Hinspiel: Da verlor der FC in Berg mit sage und schreibe 1:9, schon zur Halbzeit stand es 5:0 für den TSV. David Brielmayer schnürte ein Viererpack.

„Von den Partien, in denen wir in der Vorrunde total dominiert haben, dürfen wir uns nicht blenden lassen“, warnt Bergs Trainer Oliver Ofentausek. „Mengen wird gegen uns hoch motiviert sein und zeigen wollen, dass sie mehr können als im Hinspiel.“ Für die Berger stehen indes zwei Wochen an, die die Vorentscheidung in der Meisterschaft bringen können. Über Ostern sind zwei Nachholspiele angesetzt, während der Tabellenzweite FV Rot-Weiß Weiler Däumchen drehen muss. Mit einem Sieg gegen den VfB Friedrichshafen am Ostersonntag könnte der TSV auch den zweiten Verfolger abschütteln.

„Der April ist der Monat, in dem wir einen ganz großen Schritt machen können“, sagt Ofentausek. „Es kommt darauf an, dass wir in den nächsten Wochen voll fokussiert sind.“ Voll fokussiert auf die eigene Leistung – mit dem Gegner will sich der Trainer gar nicht groß beschäftigen. Also gibt´s auch keine Einzelgespräche mit den Innenverteidigern, wenn das Duell mit einem Spieler vom Format Alexander Klotz ansteht. „Wenn wir unser Ziel erreichen, die langen Bälle zu kontrollieren und die zweiten Bälle zu bekommen, kann auch ein Klotz seine Qualität nicht ausspielen.“

Trotz Platzwunde dabei

Für die Fahrt nach Mengen wird Ofentausek voraussichtlich wieder bis auf die Langzeitverletzten alle Mann an Bord haben. Außenverteidiger Jonas Schuler, der im Abschlusstraining vor der Partie gegen Balingen passen musste, ist wieder fit. Und selbst Jonas Huchler will mitfahren – dabei hat sich der Winterneuzugang auf der Torhüterposition im Training eine Platzwunde zugezogen, die mit sechs Stichen genäht werden musste. „Ich weiß noch gar nicht, wie ich das einschätzen soll“, meint der Coach. „Auf jeden Fall ist es gut, dass wir solche Verrückten im Kader haben, die einfach immer spielen wollen.“

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