Klare Ansage in Berg: „Ein Sieg in Tübingen ist Pflicht“

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 Fällt in Tübingen aus: Innenverteidiger Raphael Schmid (gegen Daniel Queiroz Serejo von Hofherrnweiler)
Fällt in Tübingen aus: Innenverteidiger Raphael Schmid (gegen Daniel Queiroz Serejo von Hofherrnweiler) (Foto: Christian Metz)
Christian Metz

Aufsteiger TSV Berg tritt in der Fußball-Verbandsliga am Samstag bei der TSG Tübingen an. Die Berger müssen früh los: Anpfiff ist bereits um 13.30 Uhr.

Die Saison begann für Tübingen mit einem Tiefschlag: In der ersten Pokalrunde lagen sie bis zur 67. Minute gegen den Landesligisten SV Nehren mit 3:2 vorn, kassierten dann den Ausgleich und verloren durch zwei Gegentore in den Schlussminuten noch mit 3:5. Da zeichnete sich bereits ein Abwehrproblem ab: In der Liga hat die TSG in vier Spielen zwar acht Tore erzielt, aber eben auch 13 bekommen. Nur Schlusslicht TSV Heimerdingen hat mehr Gegentreffer auf dem Konto. Immerhin: Zu Hause ist die Mannschaft noch ungeschlagen. Ihre beiden Punkte haben die Tübinger in den Heimspielen gegen den FC Wangen (2:2) und den TSV Essingen (3:3) geholt. Auswärts hat der Tabellenachte des Vorjahres aber noch nichts gerissen – deshalb steht die TSG ohne Sieg und mit nur zwei Punkten auf dem vorletzten Platz.

Für Bergs Trainer Oliver Ofentausek ist klar: „Ein Sieg in Tübingen ist Pflicht.“ Und das, obwohl er aktuell die volle Breite seines Kaders ausnutzen muss. Vor allem in der Defensive klafft eine gewaltige Lücke. Mit Jonas Schuler und Pierre Hodapp sind zwei Außenverteidiger schon länger in Zivil unterwegs. Wobei der Coach bei Hodapp vorsichtig optimistisch ist: „Pierre macht super Fortschritte.“ Dafür gibt’s im Abwehrzentrum neue Handicaps: Innenverteidiger Raphael Schmid musste am vergangenen Samstag verletzt ausgewechselt werden und fällt aus. Ein Wechsel von Dan Constantinescu von der Sechs zurück neben Andreas Frick ist keine Option, er ist für die Partie in Tübingen privat verhindert. Ofentausek setzt viel Hoffnung darauf, dass Moritz Fäßler rechtzeitig fit wird. Vor dem Spiel gegen Hofherrnweiler hatte der Kapitän wegen einer Muskelverhärtung kurzfristig passen müssen. Im Training hatte Fäßler deshalb zum Wochenstart Schonfrist: Keine Sprints, keine Zweikämpfe.

Bliebe für die Innenverteidigung noch Arne Kittel. Ihn hatte der Trainer schon im letzten Spiel in der Schlussphase nach hinten versetzt. Aber eigentlich möchte Ofentausek seinen langen Allrounder genau auf der anderen Seite des Platzes sehen. Gegen Hofherrnweiler entschied Kittel mit seinem Tor die Partie. Nach der Umstellung der Taktik war er in die Spitze beordert worden. Eine ganz basisdemokratische Entscheidung übrigens: „In der Pause hat die Mannschaft entschieden, dass sie sich im 4-2-3-1 wohler fühlt“ –Ofentausek hatte den Wechsel der Taktik nach der Analyse der holprigen ersten Halbzeit in der Kabine zur Disposition gestellt.

Weil mit Jan Biggel (verletzt) und Maschkour Gbadamassi (gesperrt) auch im defensiven Mittelfeld zwei wichtige Spieler fehlen, hat der Trainer eine Menge Denksport zu absolvieren, was seine Formation anbelangt. Hinten anstellen in Sachen Startelfeinsatz muss sich aktuell Stürmer Andreas Kalteis. „Defensiv ist er wie immer hervorragend unterwegs“, sagt der Trainer. „Bei Ballbesitz passen aber im Moment die Laufwege nicht. Daran muss er arbeiten.“

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