Griesinger müssen für einwandfreie Wasserqualität mehr bezahlen

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 Der Verband hat im Rathaus in Berg getagt. Mit dabei war neben des Vorsitzenden Oliver Klumpp (links, hintere Reihe) unter ande
Der Verband hat im Rathaus in Berg getagt. Mit dabei war neben des Vorsitzenden Oliver Klumpp (links, hintere Reihe) unter anderem auch Verbandsrechner Hans-Martin Mayer (rechts daneben). (Foto: SZ- kou)

Wenn Wassermeister Karl-Josef Gräter auf sein Laptop oder Handy schaut, dann gilt sein kritischer Blick oft den Daten der Pumpen, Schieber und Hochbehälter des Verbands der Griesinger Wasserversorgungsgruppe – normalerweise. „Die Fernauslesung ist sehr wichtig“, sagt er und daher freut es ihn, dass bei der jüngsten Verbandsversammlung auch für seine Arbeit eine wichtige Entscheidung getroffen worden ist. „Die Visualisierung steht, nur die Übertragung funktioniert noch nicht“, erklärt er. Die Firma Funkcenter Ulm hat vom Verband nun den Auftrag bekommen, das bestehende Prozessleitsystem zu ergänzen. Beim Treffen des Verbands am Dienstagabend unter dem Vorsitz von Oliver Klumpp im Rathaus in Berg ging es zudem um den Jahresabschluss 2018 sowie um den Wirtschaftsplans für das laufende Jahr.

Finanzierung steht

Nach wie vor ist die Wasserversorgung für Griesingen und die angeschlossenen Ehinger Teilorte gesichert und finanziert. Auch die Qualität stimmt, alle Grenzwerte werden eingehalten, betonte Verbandsrechner Hans-Martin Mayer. Aus der Runde kam gar die Bemerkung, dass das Wasser so pur sei, es handle sich „ja fast schon um Heilwasser“. Für den Unterhalt respektive die Verteilung mussten rund 15 000 Euro mehr ausgegeben werden, das ging aus der Abrechnung des Erfolgsplans hervor. Unter anderem dadurch übersteigen die tatsächlichen Ausgaben den geplanten Ansatz um rund 12 000 Euro. In der Vermögensplanabrechnung entfiel die geplante Ausgabe von 60 000 Euro für ein Strukturgutachten. Zum Jahresende standen circa 168 500 Euro an freien Finanzmitteln aus den Vorjahren zur Verfügung. Die Verbandskasse war stets liquide.

Der Wasserpreis belief sich im Vorjahr auf 53,47 Cent pro Kubikmeter. Die Gemeinde Griesingen muss nach Abzug der erhobenen Abschlagszahlungen rund 5000 Euro nachzahlen, die Stadt Ehingen rund 8100 Euro. Der Wirtschaftsplan für 2019 sieht eine Erhöhung des Preises um 2,85 Cent auf 56,32 Cent vor, bei einer geschätzten Wasserabgabe von 380 000 Kubikmeter.

Neue Pumpe in Nasgenstat

Für eine neue Pumpe am Hochbehälter in Nasgenstadt plant der Verband rund 10 000 Euro ein. Weitere Investitionen seien derzeit für das laufende Jahr nicht absehbar. Insgesamt ist der Verband schuldenfrei, die Rücklagen liegen weiterhin bei 937 Euro. Weil vor drei Jahren der Brunnen in Rißtissen stillgelegt wurde, die Förderung im Pumpwerk Gamerschwang zunahm und man zu einer Grundwasserentnahme an der Grenze der wasserrechtlichen Erlaubnis stieß, gab der Verband Strukturgutachten in Auftrag. „Zwei Angebote sind derzeit in der Prüfung“, sagte Verbandsvorsitzender und Bürgermeister von Griesingen, Oliver Klumpp, am Abend.

Ab November bis 2022 bezieht der Verband seinen Strom für das Pumpwerk Gamerschwang, die Hochbehälter in Nasegenstadt und Sontheim sowie für das alte Pumpwerk in Griesingen neu von Erdgas Südwest. Weil der Vertrag mit der EnBW auslief, entschied sich der Verband für dieses Angebot.

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