Gemeinde Berg stellt neues Wanderwegenetz vor

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Adelinde Schwegler

„Die Berg-Kuppe ist das Alleinstellungsmerkmal der Gemeinde“, sagt Bürgermeister Helmut Grieb. Hier gibt es nicht nur das Rathaus und die Kirche als Wahrzeichen der Gemeinde, sondern jetzt auch den Berg-Kuppe-Park, der am Wochenende offiziell eingeweiht wurde. Großteils auf Wanderwegen, die sich durch die Topografie ergaben, teilweise aber auch durch Ergänzungen vor allem am sogenannten Hubertushang, hat sich ein attraktives Wanderwegenetz ergeben.

20 000 Euro stehen für den Park, der sich um Berg über den Schussentalrücken erstreckt, im Gemeindehaushalt. Doch in Wirklichkeit ist das Bild, das er bietet, unbezahlbar. Bei klarem Wetter kann man den Säntis sehen, aber im Herbst oft die Veitsburg oder die Turmspitzen der Basilika nicht mehr, wenn die Schussentalstädte im Nebelmeer versinken. Je nach Tages- und Jahreszeit zeigt sich der Berg mit neuen Ein- und Ausblicken. Zur besseren Orientierung hat die Gemeinde nun vier, teils neue Wanderwege ausgewiesen, die laut Bürgermeister Grieb „zum Spaziergang einladen und dabei über Wissenswertes informieren“ – sozusagen im Vorübergehen.

Glockengeläut und Tourismus

Dafür sind an den Wanderrouten Panoramatafeln (mit Fernrohr) und Holzsäulen mit Inforationen sowie Bänkchen aufgestellt. Einzelne Alpenriesen lassen sich hier ausfindig machen. Es gibt Infos zur Ortsgeschichte, zu Kultur und Natur, zu Land und Leut. Zwei große Hörstationen mit jeweils acht Themen stehen an Kirch- und Rathausplatz.

Dort berichtet die Gemeindeverwaltung über die Kommune im Allgemeinen und den Berg-Kuppe-Park im Besonderen. Und sie informiert über Aktuelles, Veranstaltungen und Sehenswürdigkeiten. An der kirchlichen Station wird dem Hörer nach Glockenläuten über die Ökumene auf der Berg-Kuppe, die Feste im kirchlichen Jahreslauf sowie Interessantes über Gotteshaus und Kapellen der Gemeinde berichtet.

Grundsätzlich sei dieses Informationsangebot noch ausbaufähig, sagt der Bürgermeister. Beispielsweise könnten Themen wie Kunst, Wasser oder Klima ausgebaut werden. Oder Tourismus – zumal der Gemeinderat in jüngster Sitzung die Baupläne des örtlichen Gastwirts für Lokal und Hotel guthieß. Und schließlich könnte man sich in Rats- und Pfarrbüro vorstellen, dass Bergs einziger Turm, nämlich jener der Kirche St. Peter und Paul, nach seiner Renovierung wenigstens zu besonderen Anlässen wie Patrozinium oder Bergfest bestiegen werden könnte.

Doch vorerst waren die zahlreichen Besucher, die zur Eröffnung des Berg-Kuppe-Parks gekommen waren, angetan von dem, was bereits geboten ist. Und von den Informationen der Gemeinde-Oberinspektorin Corinna Nagel, die das Projekt betreut hat.

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