Eine Demonstration der Stärke

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 Die Berger Jonas Schuler (links) und Andreas Frick (rechts) gegen Oliver Wild.
Die Berger Jonas Schuler (links) und Andreas Frick (rechts) gegen Oliver Wild. (Foto: Christian Metz)
Christian Metz

Der Auftritt von Landesliga-Spitzenreiter TSV Berg gegen den SV Ochsenhausen ist eine Demonstration der Stärke gewesen. Die ersatzgeschwächten, aber tapfer verteidigenden Ochsenhausener hatten beim 5:0-Erfolg des TSV keine Chance. „Die Mannschaft hat das getan, was ich mir von ihr erwartet habe: Sie hat gleich eine Duftmarke gesetzt“, war Bergs Trainer Oliver Ofentausek mit der Leistung seines Teams voll einverstanden. Beim TSV will man erst gar keine Zweifel an der Meisterschaft aufkommen lassen: „Man hat gesehen, dass wir ein klares Ziel haben.“

Von Beginn an ließen die Berger dem Gegner keinen Raum. Hoch stehende Außenverteidiger, schnelles Passspiel, Diagonalbälle, viel Bewegung – so versuchte der TSV, die Lücke in der dichtgestaffelten Defensive des Gegners zu finden. Die erste Chance hatte Christian Hepp schon in der dritten Minute, schoss aber am Tor vorbei.

Bei einem Ballverlust waren die Berger sofort im Gegenpressing, stets ging´s im Vollsprint gegen den Ballführenden. So hatte Ochsenhausen keine Möglichkeit, ein eigenes Spiel aufzubauen – wenn der SVO die Kugel hatte, ging’s hoch und weit Richtung Spielertrainer Oliver Wild, der vorne im Zentrum versuchte, Bälle festzumachen. Zumeist blieb es beim Versuch, die TSV-Defensive stand bis auf ein, zwei Wackler auf der linken Seite sicher – insbesondere Dan Constantinescu gewann gefühlte 100 Prozent seiner Zweikämpfe.

Vlad Munteanu als Dosenöffner

Andreas Kalteis hatte die zweite Chance des TSV: Als in der achten Minute die Ochsenhausener Defensive an einer Hereingabe von Moritz Fäßler vorbeirutschte, war der Stürmer so überrascht, dass er die Kugel zwar an SVO-Torwart Jan Besenfelder, aber auch am Tor vorbeischob. In der 20. Minute war die Ochsenhausener Defensive bei einem Ballverlust wieder unsortiert, über David Brielmayer und Kalteis kam die Kugel zu Hepp, aber der schoss erneut vorbei.

Nach einer guten halben Stunde musste SVO-Verteidiger Thilo Denzel verletzt vom Platz – eine klare Schwächung für die Gäste. Kurz darauf war Vlad Munteanu der Dosenöffner für Berg: Nach einem Eckball wuchtete Munteanu – der kleinste Spieler im Team, aber wie Dan Constantinescu mit einem tollen Timing im Kopfballspiel ausgestattet – den Ball mit dem Schädel aus kurzer Distanz ins Netz. Der TSV hatte vor der Pause noch weitere gute Möglichkeiten, aber sowohl Fäßler als auch Kittel trafen das Tor nicht.

Nach der Pause wollte Ochsenhausen sichtbar mehr fürs Spiel tun, Berg erstickte diese Bemühungen aber im Keim. In der 48. Minute musste sich Besenfelder ganz lang machen, um die Kugel nach einem Schuss von Kalteis noch um den Pfosten zu lenken. Eine Minute später köpfte Kittel nach einem Eckball drüber.

In der 51. Minute drückte Vlad Munteanu der Partie endgültig seinen Stempel auf: Von rechts aus dribbelte er am Strafraum entlang drei Gegner aus und spielte dann noch Hepp mustergültig frei – der ließ mit seinem halbhohen Abschluss Besenfelder keine Abwehrchance. Munteanu krönte seine Leistung in der 68. Minute mit dem 3:0, herrlich vorbereitet von Kalteis mit einem uneigennützigen Querpass.

Der Widerstand der Ochsenhausener war damit endgültig gebrochen. Fäßler traf noch nach einem abgewehrten Eckball und der eingewechselte Dominik Damjanovic stellte schließlich mit einem abgefälschten Schuss aus der Distanz den 5:0-Endstand her.

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