Bei der Betreuung der Kleinen zeichnen sich Engpässe ab

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 Die Nachfrage nach Kindergartenplätzen in der Gemeinde Berg nimmt zu.
Die Nachfrage nach Kindergartenplätzen in der Gemeinde Berg nimmt zu. (Foto: Monika Skolimowska/dpa)
Peter Engelhardt

Die 4400-Seelen-Gemeinde Berg ist nach aktuellem Stand im laufenden Kindergartenjahr 2019/2020 in der Lage, den Kindern im Ü3-Bereich einen Kindergartenplatz zur Verfügung zu stellen. Dies schreibt die Verwaltung in ihrem jüngsten Kindergartenbedarfsplan, den der Gemeinderat jetzt einstimmig abgesegnet hat.

Wie es ferner heißt, gibt es derzeit noch keine Warteliste. Es sei jedoch davon auszugehen, dass dies vor allem in der U3-Betreuung und der Ü3-Ganztagesbetreuung ab dem Kindergartenjahr 2020/2021 nicht mehr vermeidbar sein werde.

Keine freien Plätze

Sämtliche Einrichtungen in der Gemeinde sind den Angaben der Verwaltung zufolge seit Frühjahr 2020 voll belegt. Als problematisch wird gesehen, dass schon jetzt aufgrund der vorliegenden Anmeldungen für die Folgejahre praktisch keine freien Plätze mehr zur Verfügung stünden. Und aufgrund weiterer Anmeldungen über den Zeitraum 2020/2021 hinaus werde sich der Engpass verschärfen.

Wegen der starken Zunahme der Belegung in den Kinderhäusern Vorberg, Weiler, Ettishofen und Schule sowie der zunehmenden Nachfrage bei der Ganztagesbetreuung im U3- und Ü3-Bereich „sollten konkrete Planungen dringend angestellt werden“. Mit Blick auf die steigenden Geburtenzahlen, so heißt es ferner, sei von einem zunehmenden Bedarf auszugehen, der mit den derzeitigen Kapazitäten räumlicher und personeller Natur nicht gedeckt werden könne.

Akuter Handlungsbedarf

Im Kindergartenjahr 2020/2021 sind in der Gemeinde fünf Kindergärten mit elf Gruppen in Betrieb. 211 Plätze stehen insgesamt zur Verfügung. Generell sei festzustellen, schreibt die Verwaltung, dass immer mehr Eltern Ganztagesplätze für ihre Kinder in Anspruch nähmen. Als weitere Gründe für die zu erwartenden Engpässe in der Kinderbetreuung werden die bauliche Entwicklung und der damit einhergehende Einwohnerzuwachs genannt.

Im Ü3-Bereich, so heißt es weiter, bestehe akuter Handlungsbedarf. Aus Sicht der Verwaltung führt an der Erweiterung der Kindergartenlandschaft in Berg beispielsweise durch die Einrichtung einer weiteren Ü3-Gruppe oder durch den Einstieg in alternative Betreuungsformen – genannt wird ein Waldkindergarten – kein Weg vorbei.

Was die Betreuung von Kindern unter drei Jahren betrifft, sei die Gemeinde „noch in der angenehmen Position, sämtlichen Kleinkindern einen Platz zur Verfügung stellen zu können“. Eine Warteliste gebe es derzeit noch nicht, müsse bei weiteren Anmeldungen jedoch angelegt werden.

Um die benötigten Plätze ab September 2020 anbieten zu können, bestehe dringender Handlungsbedarf. Es sei davon auszugehen, dass der Bedarf in den kommenden Jahren weiter deutlich ansteigen werde, heißt es im Verwaltungsbericht abschließend.

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