Zu Hause macht die KG alles klar

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 Klar im Griff hatte die KG Baienfurt-Ravensburg-Vogt (oben Magomed Makaev) die Gegner des RSV Benningen (Stoyko Rusev).
Klar im Griff hatte die KG Baienfurt-Ravensburg-Vogt (oben Magomed Makaev) die Gegner des RSV Benningen (Stoyko Rusev). (Foto: Rolf Schultes)
Sportredakteur

Die Ergebnisse: 57 kg Griechisch-römisch: M. Buck kampflos, Zwischenstand 4:0; 130 kg Freistil: Xenidis – Balawender Schultersieg, Zw. 8:0; 61 kg FR: Makaev – Rusev 8:2 Punktsieg, Zw. 10:0; 98 kg GR: Zirn – Govedarica Schultersieg, Zw. 14:0; 66 kg GR: L. Buck – Gucik Schulterniederlage, Zw. 14:4; 86 kg FR: Dornfeld – Flick 2:6 Punktniederlage, Zw. 14:6; 71 kg FR: Dworczyk – Goluchowski 3:0 Punktsieg, Zw. 16:6; 80 kg GR: Schaich – Banczyk Schultersieg, Zw. 20:6; 75 kg FR: Henkel – Hermann Reichert Überlegenheit, Endstand 24:6 – gewertet 36:0.

Die Ringer der KG Baienfurt-Ravensburg-Vogt kämpfen in der kommenden Saison in der zweithöchsten deutschen Liga. Durch den Heimsieg gegen den RSV Benningen ist die KG am Samstagabend vorzeitig Meister in der Oberliga geworden. Dazu hätte es den Kampf eigentlich gar nicht mehr gebraucht.

Zehn Kämpfe gibt es pro Begegnung, höchstens eine Gewichtsklasse darf eine Mannschaft unbesetzt lassen. Bei den Baienfurtern fehlte so am Samstag etwa der angeschlagene Benedikt Rebholz, einen Ersatzringer in der 75-kg-Klasse im griechisch-römischen Stil hatte die KG nicht. Die Benninger ließen diese Klasse ebenfalls unbesetzt, zudem hatte der RSV auch keinen Kämpfer in der 57-kg-Klasse im selben Ringstil. Das bedeutete, dass Baienfurt die Begegnung bereits vor dem ersten Kampf mit 36:0 gewonnen hatte.

Den rund 700 Zuschauern in der Baienfurter Sporthalle sollte dennoch guter Sport geboten werden. Nach der Niederlage in der Vorwoche in Ehningen wollte die KG den Titel sportlich klar machen. „So, wie wir uns verstärkt haben, wäre alles andere als der Titel enttäuschend gewesen“, sagte Sportmanager Michael Merk am spätenAbend. Sein T-Shirt war einer Bierdusche der KG-Ringer zum Opfer gefallen, überall in der Halle gab es Spuren von diversen verspritzten Getränken. „Natürlich ist uns eine Last heruntergefallen“, gab Merk zu. „Es ist ein sehr schönes Gefühl, wenn es vollendet ist.“

Die Entscheidung war also ohne einen einzigen Kampf gefallen, doch auch auf der Matte hatte die KG klar die Oberhand. Los ging es gleich mit einem Höhepunkt. Baienfurts Timofei Xenidis musste gegen Maciej Balawender zunächst aufpassen, nicht auf die Schultern geworfen zu werden, ehe er nach knapp fünf Kampfminuten mit einer klasse Aktion den Benninger auf die Schultern legte. Jan Zirn, in dieser Saison in bestechender Form, hatte gegen Vasilije Govedarica keine Mühe und kam nach 25 Sekunden zum Schultersieg.

Meisterwimpel und Wanderpokal

Im Schwergewicht hatten die Baienfurter also gleich mal eine Ansage gemacht. Alexander Schaich legte später gegen Krzysztof Banczyk einen weiteren Schultersieg nach. Einzig Lukas Buck, der gegen Arkadiusz Jan Gucik keine Chance hatte, und Christoph Dornfeld mussten ihre Begegnungen abgeben. Nach dem überzeugenden Sieg des Punktegaranten Kevin Henkel begann die Feier in der Halle. Es gab den Meisterwimpel, einen großen Wanderpokal sowie einen kleinen Pokal für die Vitrine.

2019 kämpft die KG Baienfurt-Ravensburg-Vogt also in der Regionalliga. „Die Gespräche mit den Ringern haben schon begonnen“, sagte Merk. „Wir hoffen, dass wir unsere Leistungsträger halten können, denn die Regionalliga ist schon noch mal eine Ecke stärker.“ Die Planungen laufen also schon, die restlichen drei Kämpfe dieser Saison wollen die Baienfurter aber trotz des Meistertitels noch konzentriert angehen. „Für unsere Gegner geht es teilweise noch um etwas“, meinte Merk. „Da wollen wir den anderen Teams in der Liga gegenüber sportlich fair bleiben.“ Zunächst durfte am Samstag aber gefeiert werden – schließlich ist die letzte Meisterschaft der KG viele Jahre her.

Die Ergebnisse: 57 kg Griechisch-römisch: M. Buck kampflos, Zwischenstand 4:0; 130 kg Freistil: Xenidis – Balawender Schultersieg, Zw. 8:0; 61 kg FR: Makaev – Rusev 8:2 Punktsieg, Zw. 10:0; 98 kg GR: Zirn – Govedarica Schultersieg, Zw. 14:0; 66 kg GR: L. Buck – Gucik Schulterniederlage, Zw. 14:4; 86 kg FR: Dornfeld – Flick 2:6 Punktniederlage, Zw. 14:6; 71 kg FR: Dworczyk – Goluchowski 3:0 Punktsieg, Zw. 16:6; 80 kg GR: Schaich – Banczyk Schultersieg, Zw. 20:6; 75 kg FR: Henkel – Hermann Reichert Überlegenheit, Endstand 24:6 – gewertet 36:0.

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