Evangelische Gemeinde heißt ihren neuen Pfarrer willkommen

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Dekan Dr. Friedrich Langsam und Baienfurts neuer Gemeindepfarrer Schöberl beim Verlassen der Kirche.
Dekan Dr. Friedrich Langsam und Baienfurts neuer Gemeindepfarrer Schöberl beim Verlassen der Kirche. (Foto: Jürgen Seils)
Schwäbische Zeitung
Jürgen Seils

Jung und zupackend: Mit dem evangelischen Pfarrer Martin Schöberl beginnt eine neue Generation in der Leitung der Kirchengemeinde Baienfurt-Baindt. In einem festlichen, musikalisch fröhlich gestalteten Gemeindegottesdienst wurde der Geistliche am Sonntag, 11. März, in sein Amt eingesetzt.

Die Bürgermeister von Baienfurt und Baindt, Günter A. Binder und Elmar Buemann, die Geistlichkeit der Katholischen Gemeinde, Vertreter sozialer Einrichtungen und der Vereine waren Zeugen dieser Einführung in das Amt und der Übernahme der neuen Würde und Verantwortung durch Martin Schöberl.

Der Dekan des Kirchenbezirks Ravensburg, Friedrich Langsam, der die Investitur vornahm, stellte seinen Gruß unter das Wort aus Johannes 12, Vers 24: „Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bringt es keine Frucht.“ Dieses Wort weist den Weg zum Leben und es ist ein Auftrag an die Gemeinde, ihren neuen Pfarrer in seinem Bemühen, in Christi Dienst zu bleiben und reiche Frucht zu bringen, zu unterstützen.

In Anwesenheit einer großen Gemeinde, des Kirchengemeinderates, der Eltern des neuen Pfarrers und von Freunden aus seiner bisherigen Gemeinde Balingen stellte sich Pfarrer Schöberl kurz selbst vor: Aufgewachsen ist er in Kressbronn, nach dem Studium in Tübingen, einem ökumenischen Studienjahr in Jerusalem und in einem Auslands-Gemeindepraktikum in England legte er die theologische Prüfung ab. Seine Vikarszeit erlebte Schöberl in Zavelstein, der ehemals kleinsten Stadt Württembergs im Nordschwarzwald, weshalb er seine Ordination in der Dekanatsstadt Calw feierte. Von der Kirchenleitung wurde er danach auf eine Stelle als ‚unständiger‘ Pfarrer für drei Jahre nach Balingen entsandt. Vor dort bewarb er sich auf die ausgeschriebene Pfarrstelle Baienfurt-Baindt.

Die Verpflichtung des neuen Pfarrers durch Dekan Langsam, seine Einsetzung und Segnung durch Hand auflegen, wurde abgerundet durch den Chorgesang „Gott segne dich“. Die Investitur-Zeugin Gisela Rösel freute sich in ihrem Wort an den „Freund Martin“ über dessen Werdegang, den sie seit vielen Jahren begleite und über seine neue Verantwortung. Beate Thumm, Vorsitzende des Stadtkirchen-Gemeinderates in Balingen, dankte für die intensive Arbeit dort mit Kindern und Jugendlichen und wünschte Gottes Segen in der neuen Gemeinde.

Seine Predigt hatte Martin Schöberl unter das Wort zum Sonntag Lätare aus Philipper 1 gestellt: Christus verkündigen ist unsere Aufgabe. Darum geht es in allererster Linie und dieser Auftrag ist der ganzen Gemeinde gegeben. Darin gilt es, sich gegenseitig zu unterstützen im Gebet und durch konkrete Hilfe. Pfarrerin Sonja Bredel sprach mit Konfirmanden und Kirchengemeinderäten das Fürbitten-Gebet. Nach einer lebhaften Aufführung des Gospelsongs „Oh happy day“ durch den Chor und dem Segen folgte der Großteil der Gemeinde der Einladung des Kirchengemeinderates zum Empfang und Grußworten ins Evangelische Gemeindehaus, wo auch Geschenke übergeben wurden.

Bürgermeister Binder nahm den neuen Pfarrer mit einer fröhlichen Art und in launiger Ansprache in die Mitte der Kommune. Pfarrer Staudacher von der katholischen Seelsorgeeinheit Baienfurt-Baindt begrüßte den evangelischen Kollegen und betonte die große Aufgabe, miteinander im christlichen Sinne an den Seelen der Menschen zu arbeiten. Pfarrer Günzler aus Weingarten grüßte von der ehemaligen Mutterkirche, die 1962 das Filial Baienfurt in die Selbstständigkeit entlassen hatte.

Ein Buffet aus den Küchen der Gemeindeglieder lud die Gäste zu Genuss und freundlichem Kennenlernen ein, bis weit in den Nachmittag. Pfarrer Martin Schöberl und seiner Frau Jacqueline mit den kleinen Töchtern Johanna (3) und Tabea (1) ist ein sehr herzlicher Empfang bereitet worden.

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