Eine Demonstration der Dominanz

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Rot; Liukas Buck, Blau: Sebastian Sander
Rot; Liukas Buck, Blau: Sebastian Sander (Foto: Elke_Obser)
Heinrich Stärk

Die Begegnungen im Einzelnen:

Bis 57 Kilogramm Freistil: Moritz Buck – Sulejman Ajeti 10:3 Punktsieg, Zwischenstand 2:0

130 kgGriechisch-römisch: Jan Zirn – Maximilian Walser 16:0 techn. Überlegenheit, Zw. 6:0

61 kg Gr: Magomed Makaev – Constantin Bulibasa 10:3 Punktsieg, Zw. 8:0

98 kg Fr: Timofei Xenidis – Micheil Tsikovani 6:4 Punktsieg, Zw. 9:0

66 kg Fr: Patryk Dvorczyk – Jonathan Kempf 16:0 techn. Überlegenheit, Zw. 13:0

75 kg Fr: Kevin Henkel – Mateusz Kampik 12:6 Punktsieg, Zw. 15:0

86 kg Gr: Roman Berko – Mathias Drechsel Schultersieg, Zw. 19:0

71 kg Gr: Lukas Buck – Sebastian Sander Schultersieg, Zw. 23:0

80 kg Fr: Christoph Dornfeld – Lars Platter 2:4 Punktniederlage, gewertet 0:4 wegen Überschreiten des Gewichtslimits, Zw. 23:4

75 kg Gr: Benedikt Rebholz – Samuel Siegel 15:0 techn. Überlegenheit, Endstand 27:4.

Ein Duell auf Augenhöhe mit offenem Ausgang hatte man erwartet, stattdessen wurde es eine Demonstration der Dominanz – mit 27:4 haben die Oberligaringer der KG Baienfurt-Ravensburg-Vogt dem TSV Ehningen eine Lektion in Sachen Ringen erteilt.

Die gut besuchte Baienfurter Sporthalle und bestens eingestimmte Fans bildeten am Tag der Deutschen Einheit einmal mehr den Rahmen für sehenswerten Ringkampfsport. Schon zum Auftakt sorgte der 16-jährige Moritz Buck für den zündenden Impuls, der sich wie ein roter Faden durch sämtliche Begegnungen zog. Beim Aufwärmtraining tags zuvor von seinem Mannschaftskameraden und Freistilikone Kevin Henkel bestens eingestellt, wuchs der Baienfurter aus der eigenen KG-Jugend über sich hinaus und hielt den erfahrenen Sulejman Ajeti überlegt auf Distanz. Selbstbewusst nutzte der Oberschwabe seine Chancen und beendete die Partie mit einem vielumjubelten 10:3-Punktsieg.

Jan Zirn auf Einladung des DRB bei einem Lehrgang

Das größte Problem für Jan Zirn war seine 280 Kilometer lange Anreise gewesen. Auf Einladung des Deutschen Ringerbundes hält sich der KGler seit Montag bei einem Kader-Lehrgang in Heidelberg auf. Noch am Mittwochvormittag absolvierte er eine Trainingseinheit unter Wettkampfbedingungen, bevor er sich auf die Reise machte, um seine Mannschaft in der Liga zu unterstützen. Unter diesen Umständen war sein Einsatz beim technischen 16:0 über Maximilian Walser nicht hoch genug anzurechnen. Auch Magomed Makaev wurde seiner Rolle beim 10:3 gegen Constantin Bulibasa insofern mehr als gerecht, als sein Kontrahent wesentlich stärker eingeschätzt worden war. Eindrucksvoll demonstrierte Timofei Xenidis gegen seinen ebenbürtigen griechischen Landsmann und Ex-KGler Micheil Tsikovani seine Klasse: trotz ausgerenkter Schulter setzte Xenidis die Partie fort und brachte nach der Verletzung die entscheidenden Wertungen zum 6:4 durch. Eine schnelle Angelegenheit, wenn auch nicht überraschend, war das technische 16:0 Patryk Dworczyks über den Jonathan Kempf, sodass die KG zur Pause komfortabel mit 13:0 vorne lag.

Den Vorsprung empfand Sportmanager Michael Merk dann schon als Überraschung. „Das läuft richtig gut heute“, sagte er – und konnte anschließend staunend beobachten, wie es ebenso weiterging. Zuerst gab es allerdings eine Schrecksekunde, als Kevin Henkel in der vorgezogenen Freistilpartie der 75-kg-Klasse bei seinem ersten Heimauftritt durch einen Ausheber seines Gegners Mateusz Kampik eine Vierer-Wertung abgab. Nach und nach kämpfte sich der KG-Neuling aber heran und setzte mit seinem 12:6-Erfolg den Punktereigen der Achringer fort. Dann haute der nach seinem verschlafenen Einsatz vergangenen Samstag geläuterte Roman Berko einen raus und fixierte seinen Kontrahenten Mathias Drechsel schon nach 33 Sekunden auf den Schultern. Der Auftritt Lukas Bucks hob den Dezibel-Pegel in der Halle unter dem tosenden Jubel der Fans noch um eine Nuance an, denn nach eineinhalb Minuten hatte auch er seinen Gegner Sebastian Sander geschultert. Nur wegen überschrittenem Gewichtslimit gab Christoph Dornfeld gegen Lars Platter vier Mannschaftspunkte ab, ansonsten zeigte er beim 2:4 in der Freundschaftsbegegnung sein kämpferisches Potential. Der letzte Akt des Abends gehörte Benedikt Rebholz, der gewohnt kompromisslos und technisch überlegen den Ehninger Samuel Siegel mit 15:0 demoralisierte und zum 27:4 vollendete.

Die Begegnungen im Einzelnen:

Bis 57 Kilogramm Freistil: Moritz Buck – Sulejman Ajeti 10:3 Punktsieg, Zwischenstand 2:0

130 kgGriechisch-römisch: Jan Zirn – Maximilian Walser 16:0 techn. Überlegenheit, Zw. 6:0

61 kg Gr: Magomed Makaev – Constantin Bulibasa 10:3 Punktsieg, Zw. 8:0

98 kg Fr: Timofei Xenidis – Micheil Tsikovani 6:4 Punktsieg, Zw. 9:0

66 kg Fr: Patryk Dvorczyk – Jonathan Kempf 16:0 techn. Überlegenheit, Zw. 13:0

75 kg Fr: Kevin Henkel – Mateusz Kampik 12:6 Punktsieg, Zw. 15:0

86 kg Gr: Roman Berko – Mathias Drechsel Schultersieg, Zw. 19:0

71 kg Gr: Lukas Buck – Sebastian Sander Schultersieg, Zw. 23:0

80 kg Fr: Christoph Dornfeld – Lars Platter 2:4 Punktniederlage, gewertet 0:4 wegen Überschreiten des Gewichtslimits, Zw. 23:4

75 kg Gr: Benedikt Rebholz – Samuel Siegel 15:0 techn. Überlegenheit, Endstand 27:4.

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