Baienfurts Ringer gewinnen Topduell in der Regionalliga klar

 Baienfurts David Stumpe (oben) war gegen Ladenburgs Kevin Schwabe am Rande einer Schulterniederlage, setzte sich dann aber doch
Baienfurts David Stumpe (oben) war gegen Ladenburgs Kevin Schwabe am Rande einer Schulterniederlage, setzte sich dann aber doch souverän durch. (Foto: Rolf Schultes)
Heinrich Stärk

Die Ringer der KG Baienfurt-Ravensburg-Vogt haben am Samstagabend das Spitzenduell in der Regionalliga gegen den ASV Ladenburg überraschend klar gewonnen. In der Baienfurter Sporthalle siegte die KG mit 23:10 und gewann damit auch den vierten Kampf der Saison.

Ein Ergebnis in dieser Höhe war eigentlich nicht zu erwarten gewesen. Der Baienfurter Mannschaftsleitung kam es auch gar nicht gelegen. Denn nur sieben der zehn Kämpfe fanden tatsächlich statt, was Sportmanager Michael Merk und Trainer Dariusz Jelen auch für das Publikum bedauerlich fanden. „Da kann man keinen Vergleich auf Augenhöhe ziehen und den Standort bestimmen, wie es unter normalen Umständen wünschenswert gewesen wäre“, meinte Merk etwas enttäuscht. Gut fand er zwar, dass seine Mannschaft gewonnen hat, doch die Art und Weise gefiel Merk nicht. Trotz eines erneuten Ausfalls der 80-kg-Kategorie spielte der Kampfverlauf den Baienfurtern in die Karten. So lag Ladenburgs Dustin Wright (61 kg) über dem Gewichtslimit und konnte wegen einer Hautveränderung nicht mal zum Freundschaftskampf antreten – Magomed Makaev kam kampflos zu vier Punkten.

In der 75-kg-Kategorie Griechisch-Römisch musste der ASV in Daud Elembaer einen Ersatzringer aufbieten. Für Valeriu Toderean wurde der Kampf zum Kinderspiel. Zu allem Überfluss handelte sich Hossein Alizadeh, eigentlich Punktesammler der Ladenburger, während einer kurzen Betreuerfunktion wegen wiederholtem Kritisieren der Kampfrichterentscheidungen eine Gelb-Rote Karte ein. Fatale Folge: Alizadeh (75 kg, Freistil) durfte deswegen auch nicht kämpfen, was für David Wolf von der KG ein unerwartetes Punktegeschenk bedeutete. Der Einwand des Ladenburger Mannschaftsführers Fritz Müller war erfolglos, Mattenleiter Timo Schlösser blieb bei dieser harten Entscheidung.

Alles in allem also ein geschöntes Resultat für den Tabellenführer, der m,it 8:0 Punkten Tabellenführer ist. Nur die RG Hausen-Zell ist ebenfalls noch ohne Niederlage. Merk und Jelen blieb allerdings auch so die Erkenntnis, dass auf die Zugänge Verlass ist und dass aus Lukas Buck das Selbstbewusstsein noch herausgekitzelt werden muss. Erneut schöpfte er seine Möglichkeiten nicht aus, die er im Training gegen starke Partner wie Valeriu Toderean zeigt, jedoch im Wettkampf nicht auf die Matte bringen kann. So auch am Samstag, als er gegen Alexander Riefling resignierte und 0:15 unterlag. „Das ist sehr schade, denn eigentlich hat er es drauf“, sagt Merk zum Mentalitätsproblem des Baienfurters.

Einen perfekten Ansatz erwischte Alexander Tonn. Gegen Asis Asaev deutete sich eine offene Partie an, dann wuchtete der KG-Ringer seinen Kontrahenten auf die Schultern. Für einen Moment stockte der KG-Betreuerecke und den Zuschauern anschließend der Atem. Trotz überlegen geführter Begegnung befand sich David Stumpe gegen Kevin Schwäbe am Rande einer Schulterniederlage, rettete sich aber mit einem Kraftakt und brachte das Duell mit 9:2 sicher über die Zeit. Wegen einer gerade überstandenen Verletzung agierte Moritz Buck gegen Malik Bicekuev im Schongang und begnügte sich mit einer 2:5-Niederlage. Souverän und sicher punkteten Simon Weißhaar (15:3 gegen Stiven Schäfer) und Timofei Xenidis (7:0 gegen Pouria Taherkani). Nur eine Bodenaktion brauchte Toderean, um gegen Elembaer eine 14:0-Führung zu sammeln. Durch banales Abdrängen seines Gegners in die blaue Auszone vervollständigte der KG-Kämpfer zum technisch überlegenen 15:0.

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