Annette Schavan zeichnet Baienfurter aus

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 Das Marktplatzfest stand ganz im Zeichen von Europa, auch die Ehrung der Ehrenamtlichen.
Das Marktplatzfest stand ganz im Zeichen von Europa, auch die Ehrung der Ehrenamtlichen. (Foto: Yvonne Giwitsch)
Yvonne Giwitsch

Das gibt es auch nicht jedes Jahr, dass es so viel Prominenz auf das Baienfurter Marktplatzfest zieht. Den Anfang machte in diesem Jahr Annette Schavan, die nicht nur als Landes- und Bundesministerin für die Bereiche Bildung und Jugend zuständig, sondern auch als deutsche Botschafterin beim Heiligen Stuhl in Rom tätig gewesen war. Sie lobte beim Ehrenamtsabend am Freitag die 26 Baienfurter Bürgern, die sich, ihre Zeit und sogar ihr Leben in den Dienst der Gemeinschaft stellen.

Annette Schavan war es dann auch, die die Festrede hielt. Mit warmherzigen Worten legte sie dar, was ehrenamtliche Tätigkeiten in Gemeinden bewirken. In der ruppigen digitalen Welt, in der anonym bitterböse Kommentare gepostet werden, gehen Gemeinschaftssinn, Lebensqualität und Zusammenhalt verloren. All diese Werte zu erhalten, dazu ist das Ehrenamt unabdingbar. Zukunft gelingt nur im Miteinander. Die individuelle Zeit zu verschenken, der Gesellschaft zu widmen, das sei in einer Zeit der extremen Beschleunigung des Lebens mit dem Anspruch der ständigen Verfügbarkeit eine echte Leistung. Selbstbeteiligung und Mitgestaltung durch Impulssetzung sind wichtige Ideale, die es zu erhalten gilt. Um ihre Worte zu unterstreichen, war sie es denn auch, die die Urkunden an die verdienten Ehrenamtlichen übergab und herzlich für das außergewöhnliche Engagement dankte.

Geehrt wurden Udo Habnitt und Marc Zuschlag für ihr langjähriges Engagement für den Fanfarenzug „Löwen“. Für den Musikverein sind Andrea Boscher und Thomas Jans treue Stützen im Vereinsleben. Die Narrenzunft Henkerhaus hat in Ines Buck und Johanna Stephan unermüdliche Helfer, die vorbildlich Jugendarbeit leisten.

Eine private Initiative ist die Wandergruppe Baienfurt. Dank Eugen Seibold sind mehr als 20 naturbegeisterte Menschen regelmäßig in Bewegung.

Katrin Erb lebt nicht nur ihre Liebe zu Pferden in der Reitgemeinschaft Baienfurt, sondern engagiert sich auch im Jahresprogramm des Vereins unermüdlich. Robert Kohler und Fridolin Schick verbinden ihre Liebe zu Pferden mit ihrem Glauben und leben dies seit vielen Jahren unermüdlich und zuverlässig.

Der Förderverein des Pflegeheims Baienfurt wäre ohne Ferdinand Egenrieder heute bestimmt nicht so aufgestellt, wie er sich heute präsentieren kann. Nicht nur in der Mitgliederaquise, sondern auch im Vereinsleben engagiert er sich seit der Vereinsgründung.

Paula Erb, Angelika Müller und Albert Krämer gestalten mit ihrem Engagement das religiöse Leben der katholischen Kirchengemeinde maßgeblich und verantwortlich mit, und das seit vielen Jahren und mit großem Einsatz.

Dank Sandra Santarossa und Tobias Nestle kann das DRK Baienfurt sehr kompetent und strukturiert Leben retten, denn Bereitschaftsleitung und Helfer vor Ort sind wesentliche Strukturen, die für schnelle Hilfe in Notfällen sorgen.

Auch Blutspender gehören zu den Menschen, die sich für die Gesellschaft einsetzen.

Bereits zehnmal spendeten Tatjana Neufeld, Michael Gierer, Jannik Heinzler, Roland Wetzel und Thorsten Wolf. Für 25 Blutspenden wurde Monika Wietstock geehrt. Marita Schmid hat bereits 75-mal ihr Blut gespendet. Für 100-malige Blutspenden wurden Burkhard Irmscher und Jürgen Weinmann mit Auszeichnungen bedacht. Und sogar 150-mal hat Ralf Kinzelmann mit seinem Blut geholfen, Leid zu lindern.

Sie alle erhielten als Dank und Anerkennung eine Urkunde mit Ehrennadel und sogar ein kleines Geschenk. Neben Annette Schavan waren auch Rudolf Köberle (MdL a.D.) und Axel Müller (MdB) am Freitag in Baienfurt dabei. Den Abend umrahmte der Liederkranz unter der Leitung von Irene Streis mit Evergreens. Auch die Speidlerkids gestalteten den Abend mit.

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