Sportlerball lässt keine Wünsche offen

Blutdurstig präsentieren sich die TSG-Turnerinnen beim „Mitternachtstanz aus Transsilvanien“.
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Blutdurstig präsentieren sich die TSG-Turnerinnen beim „Mitternachtstanz aus Transsilvanien“. (Foto: Fotos: Steffen Lang)
Stellv. Redaktionsleiter

Ein herausragendes Bühnenprogramm mit viel Witz, treffenden närrischen Kommentaren zur Kommunalpolitik und tollen Tanzaufführungen.

Ein herausragendes Bühnenprogramm mit viel Witz, treffenden närrischen Kommentaren zur Kommunalpolitik und tollen Tanzaufführungen. Dazu ein bestens gelauntes und toll kostümiertes Publikum. Der Sportlerball am Freitagabend im ausverkauften Kurhaus hatte alles, was man sich wünschen konnte. Dem Motto „Spuk im Kurhaus – Totgesagte leben länger“ gemäß führten Florian Tobisch und Reinhard Vincon als Totengräber des AEG (Ab en d’Gruft) mit der Bestattungsband (Mitglieder der Stadtkapelle) in den fantasievoll-gruselig geschmückten Saal ein. Schnell wandelte sich der Blues in fröhliche Musik – und ab ging die Post.Flo und Hardy spekulierten über die Zukunft des scheidenden Bürgermeisters. Wird er Hausmeister von Kurhaus und Rosengarten? Oder neuer Bauhofleiter? Oder gar Pächter des Kurhauses? Immerhin will er an einem mehrwöchigen Kochkurs teilnehmen, sagen die Gerüchte. Und wer wird sein Nachfolger? Weil der ja das neue Hallenbad eröffnen wird – 2027 wird’s wohl soweit sein, mutmaßten die beiden – sollte „dem sei Figur halt so Baywatch-mäßig wia beim David Hasselhoff sei“. Der würde dann auch sicher Gefallen an der Garde aus Unterschwarzach finden, die nun auftrat. Sie wirbelte als „oberschwäbische Antwort auf alle Tanzfragen“ begeisternd über die Bühne. Ein toller Auftritt, der wie alle anderen nicht ohne Zu-gabe blieb.Danach beschäftigten sich die Freunde des Ungeziefers mit der Zukunft des Kurbetriebs (Leitung: Brigitte Hoffmann und Julia Kiebler). Die sehen sie in einem „Goischdertorfbähnle“ vom Kurhotel zum Kurhaus, als Alleinstellungsmerkmal gegenüber zum „Miniprojekt Center Parcs“. Als Bauhofmitarbeiter waren Anja Vincon und Claudia Forderer mit dessen Bau beschäftigt. Dabei hatten sie genug Zeit für den einen und anderen Seitenhieb aufs Wurzacher Gruselkabinett, das sie nicht nur unter der Erde ausmachten. Unterbrochen wurden sie dabei immer wieder von kreischenden Geisterbahnfahrern. Atemberaubend gut war der Mitternachtstanz der Dienstagsturner, der folgte. Die jungen Herren als Vampire, die jungen Damen als deren Opfer – unter der Leitung von Caro Stangl und Feli Vincon war das ein weiterer Höhepunkt des Sportlerballs. Und mitverantwortlich, dass die Stimmung schon zur Pause allerbestens war. Zur Musik der Partyband Celebrate aus Bad Schussenried schunkelten die Besucher fröhlich und starteten sogar eine Polonaise durch den Saal. Zuvor hatten sie sich mit der Henkersmahlzeit („Totgesagte essen besser“) stärken können.So ein Abend funktioniert nur mit den Sponsoren, und denen sangen Florian Tobisch und Reinhard Vincon nun ein Loblied. Zum Mitsingen der Refrain: „Oh Wurzach isch liebe disch, oh Wurzach, isch kauf nur bei disch!“. Dazu präsentierte als Gridgirl „Clementine“ Westermayer die Logos der Unterstützer.Markus „Vinne“ Vincon gab an diesem Abend nicht nur als Küchenchef (gemeinsam mit Cosmas Mohr) seinen Senf dazu, sondern stieg auch als „Chef bei Spuk im Kurhaus“ in die Bütt. Über leeres Kurhaus, fehlende Bademeister im Riedbad und scheidenden Bürgermeister kam er auf die Rathausnachfolge zu sprechen. „Dr Broite von Oiturnen“? „En Grüna“? Einer, „der ka türkisch“? Oder „dr absolute Super-Gau: als Bürgermoisterin a Frau“?Auch den Kurbetrieb nahm sich „Vinne“ vor. Drei Jahre Analyse und dann „die mega absolute Revolte: Mit Moordreck wird der Betrieb saniert.“? Saniert ist da am Ende wohl vor allem „mindestens oin Berater“.Einem Gefrierschrank entstieg danach Hubert Forderer als tiefgefrorener Fakir und brannte nach dem Auftauen mit Hubert Schwarz und Florian Tobisch als Hausmeisteranwärter ein Gagfeuerwerk ab. Die Hand im Toaster, das Bügeleisen am Kopf – nachmachen verboten, Tränen lachen nicht zu verhindern.Hardy und Flo gaben für die Kurhaus-Pächtersuche noch den Tipp, es zu machen wie der Reitverein. Der habe ein „sehr attraktives Reitlehrer-Pärle“ und könne sich nun vor Zustrom von Reitschülerinnen kaum retten. Jetzt soll’s deswegen einen zweiten Reitplatz geben, wozu die Bundesstraße verlegt werden muss. Weil die Mädchen nun wegen Jorge alle beim Reiten sind, haben die Turnerjungs eine eigene Garde (Leitung: Pia und Feli Vincon) gegründet. Und die zeigte ihr sehenswertes Können, ehe der offizielle Teil mit Danksagungen an alle Helfer zu Ende ging: Technik: Alfred Krug, Otto Grandl; Dekoration: Mady Fähndrich, Carolin und Kai Glinka; Küche: Cosmas Mohr, Markus Vincon und viele weitere Helfer. Veranstalter des Abends waren die Freunde des Ungeziefers, die TSG-Turner, der Reit- und Fahrverein, die DLRG und der Tennisclub.Der Sportlerball ging freilich noch viele vergnügte Stunden weiter.

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