Wurzacher Kegler vor doppeltem Aufstieg

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 Jan Giray erspielte im vergangenen Heimspiel mit 658 Kegeln neuen Bahnrekord und kann bei einem erneutem Heimsieg mit seiner Ma
Jan Giray erspielte im vergangenen Heimspiel mit 658 Kegeln neuen Bahnrekord und kann bei einem erneutem Heimsieg mit seiner Mannschaft die Meisterschaft in der Oberliga Südwürttemberg feiern. (Foto: Andreas Hagner)
Schwäbische Zeitung

Die Sportkegler der TSG Bad Wurzach stehen vor einem Doppelaufstieg in die höchste Spielklasse Württembergs. „Viele Jahre mussten wir uns zum Ende der Saison anderen Mannschaften geschlagen geben – dieses Mal haben wir am letzten Spieltag alles selbst in der Hand“, fasst Jan Giray von der TSG Bad Wurzach Abteilung Sportkegeln, die Situation in der Oberliga Südwürttemberg des Württembergischen Kegel- und Bowlingverbandes (WKBV) zusammen. Die entscheidenden Kugeln rollen am Samstag ab 13 Uhr im Keglertreff Bad Wurzach.

Giray ist einer der Leistungsträger und Kapitän der ersten Männermannschaft des Sportkegelvereins. Diese konnte über die vergangenen 17 Spieltage überzeugen und geht am Samstag als Tabellenführer mit zwei Punkten Vorsprung auf den Zweitplatzierten ins Rennen um den Meistertitel. Im Spitzenspiel konnten sich die Riedstädter auswärts nicht gegen die Verfolgermannschaft aus Nattheim durchsetzen, weshalb die Entscheidung um den Meistertitel auf den letzten Ligaspieltag vertagt werden musste. Mit einem Sieg gegen den SC Hermaringen kann der Aufstieg in die Verbandsliga aus eigener Kraft erreicht werden. „Wenn der Saisonerfolg von einem einzigen Spiel abhängt, ist der Druck natürlich enorm, die Möglichkeit, die Meisterschaft vor heimischem Publikum festzumachen ist dennoch eine ganz besondere Motivation.“, so beschreibt Giray die Erwartungshaltung vor der entscheidenden Begegnung und spielt dabei auf die enorme Heimstärke der TSG an, die diese Saison noch kein Heimspiel verloren geben musste. Unter anderem war es Giray selbst, der mit 658 Kegeln im letzten Heimspiel einen neuen Bahnrekord aufstellte und damit ein deutliches Zeichen an die Verfolger sendete.

Ein Aufstieg in die höchste Liga Württembergs würde für die TSG Bad Wurzach ein Anknüpfen an eine langjährige Erfolgsgeschichte bedeuten. Seit dem Abstieg aus der Verbandsliga im Jahr 2006 ist der Wiederaufstieg ein erklärtes Ziel, welches dem Verein jedoch viele Jahre nicht vergönnt war. Mehrere Spielzeiten in Folge mussten sich die Sportler mit dem undankbaren zweiten Platz zufriedengeben, auch mitunter wegen Abgängen von einzelnen Spielern.

Denn auch die TSG Bad Wurzach, zwar einer der größten und erfolgreichsten Kegelsportvereine in der Region, habe mit den Popularitätsproblemen des Kegelsports zu kämpfen, umso schöner sei es aber am Ende der Saison, mit der Möglichkeit zum Gewinn der Meisterschaft, die Leistung und die Nachwuchsarbeit über das ganze Jahr zu würdigen, sagt Reinhold Butscher, Vorstand der Kegelabteilung.

Doch nicht nur die Männer des Vereins sind in dieser Spielzeit besonders erfolgreich. Auch die Sportkeglerinnen der TSG, die sich einen Großteil der Saison auf dem zweiten Tabellenplatz in der Rolle des Verfolgers wiedergefunden haben, konnten insbesondere in den letzten Spielen überzeugen. Mit einem Kantersieg gegen die TSG Ailingen haben sie sich am bisherigen Tabellenführer vorbeigeschoben und stehen vor dem letzten Spieltag ebenso mit zwei Punkten Vorsprung an der Spitze der Oberliga. Diesen Vorsprung gilt es am Samstag beim Auswärtsspiel in Niederstotzingen zu verteidigen. Butscher betont, die bisherige Spielzeit stelle schon einen großen Erfolg dar, beide Mannschaften hätten es verdient, diese nun auch mit dem Gewinn der Meisterschaften zu einer der erfolgreichsten der Vereinsgeschichte zu machen.

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