Vortrag behandelt Schuld und Vergebung

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Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz
Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz (Foto: Veranstalter)
Schwäbische Zeitung

Über die „Verzeihung des Unverzeihlichen – Nachdenken über Schuld und Vergebung“ referiert Professorin Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz am Dienstag, 10. März, um 19.30 Uhr im Pius-Scheel-Haus in Bad Wurzach.

Die Vortragende hielt laut der Ankündigung in ihrer Zeit an der Dresdner TU eine Vorlesung über „Schuld und Vergebung“ – und musste in einen größeren Hörsaal wechseln, weil mehr Hörer kamen. Das zeige, dass diese Themen eine glaubensferne Gesellschaft belasten, aber auch, dass die Menschen nach einer Lösung suchen. Im Hintergrund stünden ein Rückblick auf das 20. Jahrhundert mit seinen Gräueltaten und gegenwärtige Enthüllungen. Doch gerade im privaten Bereich behalte das Thema „Schuld und Vergeben“ seine Dringlichkeit.

Von der Seite der menschlichen Vernunft erscheine Schuld unlösbar. Dagegen stehe die Zusage einer Erlösung im christlichen Glauben, die die Vergebung offen hält. Erlösung umfasse alles, was die Welt nicht versteht: die uferlose Vergebung, die Gerechtigkeit, die unbegreiflichen Tiefen Gottes. Noch unbegreiflicher scheine, dass all dies der Kirche anvertraut sein soll. Dazu gehöre auch der Auftrag, Unverzeihliches zur Reue und in die Verzeihung zu führen. Die Schritte dahin werden in dem Vortrag aufgezeigt.

Gerl-Falkovitz ist emeritierte Professorin für Religionsphilosophie in Dresden sowie Leiterin des Europäischen Instituts für Philosophie und Religion der Philosophisch-Theologischen Hochschule Heiligenkreuz in Wien.

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