Von Bautz und Bührer bis Deutz und Ford

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 Vor allem alte Traktoren prägen das Bild des Haidgauer Oldtimertreffens.
Vor allem alte Traktoren prägen das Bild des Haidgauer Oldtimertreffens. (Foto: Ulrich Gresser)
Ulrich Gresser

Mit ihrem neuen Treffpunkt auf der Hofstelle Frick haben die Oldtimerfreunde Haidgau bei ihrem traditionellen Oldtimertreffen zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Zum einen sparten sie sich den zeitaufwendigen und kostenintensiven Zeltaufbau, zum anderen erfreuten sich die gekommenen Oldtimerfreude an dem weitläufigen und nach Süden offenen Wiesengelände.

Mit 150 Traktoren, 15 Autos und zehn Motorrädern waren die Oldtimerfreunde mit Sack und Pack sprich Wohnwagen und anderen Anhängern aus ganz Oberschwaben und dem bayerischen Grenzland nach Haidgau gekommen, um zu fachsimpeln, aber auch, um ihre Schätze zu präsentieren.

So tummelten sich auf dem Gelände neben den obligatorischen Lanz-Bulldogs viele heute kaum noch bekannte Marken, die teilweise während oder kurz nach dem Krieg entstanden sind und damals einen klangvollen Namen hatten.

Wer kennt heute noch Marken wie Bautz, Bührer, Schlüter oder Kramer? Hanomag, Porsche-Diesel, Unimog, Deutz und Fendt, ja. Oder gar die neueren Marken Ford und Massey Ferguson, die sich in den 1960er-Jahren bei uns etablierten – sie alle standen an diesem Wochenende im Brennpunkt der Oldtimerfreunde und auf der Wiese beim Frickschen Hof.

Natürlich kam die Geselligkeit nicht zu kurz: Samstag fand die „berühmt-berüchtigte“ Oldtimerhockete statt, bei Spiel und Spaß wurde dabei auch der „g’schickteste Fahrer“ gesucht.

Mit der Musikkapelle Eggmannsried starteten Oldtimerfreunde und Besucher am Sonntagmorgen in der ausgeräumten Maschinenhalle mit einem zünftigen Frühschoppen in den Tag, mit Essen und Trinken versorgt durch die fleißigen und spätestens seit dem Kreismusikfest im vergangenen Jahr großfesterprobten Helfer der Musikkapelle Haidgau. Auch für die Kinderbetreuung war wie in jedem Jahr bestens gesorgt, so dass die Erwachsenen ungestört „Benzin – pardon – Diesel“ reden konnten.

Die einhellige Meinung vieler Oldtimerfreunde und Gäste: „Der neue Platz hat dem Treffen nach der Pause wegen des Musikfestes im vergangenen Jahr gut getan. Jetzt ist es wieder fast so schön wie früher oben auf dem Berg.“ Zumal natürlich auch das hervorragende Wetter seinen Teil zum Gelingen des Treffens beigetragen hatte.

Mit dieser Erkenntnis verabschiedeten sich die vielen Schlepperfahrer – zumeist in eine dicke Rußwolke gehüllt – nach der musikalischen Nachmittagsunterhaltung mit den Bergfestmusikanten und Kaffee und Kuchen und machten sich auf ihre zum Teil mehrere Stunden dauernde Heimfahrt.

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