Trinkwasserleitung ist erste Wahl

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Die Feuerwehr ist auf eine gesicherte Löschwasserversorgung angewiesen.
Die Feuerwehr ist auf eine gesicherte Löschwasserversorgung angewiesen. (Foto: dpa)
Redakteur Bad Wurzach

Zur Sicherstellung der Löschwasserversorgung schließen die Stadt Bad Wurzach und der Zweckverband Wasserversorgung Obere Schussentalgruppe (OSG) eine Vereinbarung. Im Ernstfall wird in vielen Gebieten der Kommune nämlich das Löschwasser aus den Trinkwasserleitungen entnommen.

Da die Stadt für Löschwasser sorgen muss, der Verband aber Herr über das Leitungsnetz ist, ist diese Vereinbarung notwendig, erläuterten Bürgermeister Roland Bürkle (CDU) und der zuständige Stadtbaumeister Matthäus Rude im Gemeinderat.

Rude nutzte die Gelegenheit zudem, um über die Löschwasserversorgung in der Großgemeinde im Allgemeinen zu informieren. Grundlage der derzeitigen Löschwasserversorgung ist demnach eine Analyse der Situation aus den Jahren 2015 und 2016. Rechtsgrundlage ist das Feuerwehrgesetz, das unter anderem festlegt, dass eine Löschwasserstelle nicht weiter als 300 Meter vom Gebäude entfernt sein darf.

Dies wird zum einen über das öffentliche Trinkwassernetz, zum anderen über natürliche Gewässer sichergestellt. Das Leitungsnetz muss dazu Voraussetzungen wie genügend Druck und geeignete Größe bei gleichzeitiger Einhaltung der Hygiene haben. Natürliche Gewässer sind nur nutzbar, wenn sie zum Beispiel ganzjährig angefahren werden können und frostsicher sind.

In den Innenbereichen der Stadt und der Ortschaften ist die Löschwasserversorgung über das Leitungsnetz die allererste Wahl. „Wo dies nicht möglich ist, baut und unterhält die Stadt Zisternen“, so Rude. Als Beispiel nannte er Bauhofen.

In Außenbereichen ist ebenfalls das Leitungsnetz erste Wahl. Im Gegensatz zu den Innenbereichen muss dort allerdings der Anwohner auf seine Kosten Zisterne, Teich oder Gruben anlegen oder ausbauen, wenn die Trinkwasserleitung nicht das nötige Löschwasser (Grundversorgung sind 800 Liter pro Minute) liefern kann. Die Stadt berät den Bauherrn und beschildert die Löschwasser-Entnahmestelle.

Gleiches gilt in Gewerbegebieten und bei größeren landwirtschaftlichen Betrieben, bei denen die vierfache Menge an Löschwasser zur Verfügung stehen muss.

Aktueller Stand der Löschwasserversorgung im Gemeindegebiet ist laut Rude der, dass die Innenbereiche „größtenteils versorgt“ seien. Außenbereiche würde nach und nach angegangen, zum Beispiel wenn dort gebaut wird oder die OSG ihr Leitungsnetz erneuert.

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