Toiletten der Arnacher Turnhalle werden saniert

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Weil wegen des Umbaus des Bildungshauses die Handwerker sowieso schon vor Ort sind, werden in der benachbarten Turnhalle nun au
Weil wegen des Umbaus des Bildungshauses die Handwerker sowieso schon vor Ort sind, werden in der benachbarten Turnhalle nun auch die Toiletten saniert. (Foto: Steffen Lang)
Redakteur Bad Wurzach

Grundlegende Sanierung statt Flickarbeit: Für neue Duschen in der Turnhalle Arnach hat der Ausschuss für Technik und Umwelt des Gemeinderats der Stadt Bad Wurzach nun 185 000 Euro genehmigt.

55 000 Euro kann die Stadt aus dem Gesamtbudget für den Umbau des der Halle benachbarten Bildungshauses Arnach entnehmen, da dieses Geld dabei nicht verbraucht wurde. Der Rest muss über den Haushalt 2019 finanziert werden.

Die Sanierung soll, auch wenn sie nicht direkt mit dem laufenden Bildungshausumbau zu tun hat, in diesem Zuge ausgeführt werden, erläuterte Stadtbaumeister Matthäus Rude dem Gemeinderat. Ursprünglich war nur eine Instandsetzung des Sanitärtrakts geplant gewesen. Da diese „Flickschusterei“ aber letztlich nicht sinnvoll und gleichzeitig eben vom Umbau noch Geld übrig sei sowie darüberhinaus „die Handwerker im Haus“ sind, schlug die Verwaltung dem Rat nun diese Sanierung vor. Dabei sollen sechs Duschen und ein WC entstehen.

Eine von Stadtrat Michael Thum (Mir Wurzacher) vorgeschlagene geschlechtergetrennte Anlage sei zwar „sinnvoll, aber auch wesentlich teurer“, so Bürgermeister Roland Bürkle. „Jetzt geht es nur um den Erhalt des Standards.“

Die Arnacher im Gremium, Ortsvorsteher Michael Rauneker und Stadtrat Hans-Jörg Schick (CDU), warben ebenfalls für das Projekt. Es sei „wirklich notwendig“, so Schick, und Rauneker erinnerte daran, dass die Duschen in den Jahren 1962/1963 eingebaut wurden „und alles noch original“ ist. Der Ortsvorsteher merkte zudem an, dass bei 1450 Einwohnern der SV Arnach mehr als 1000 Mitglieder habe.

CDU-Stadträtin Monika Ritscher, Ortsvorsteherin von Dietmanns, kritisierte die Sanierung. „Ich habe da Bauchweh.“ Die Stadt habe „unwahrscheinlich viel Geld nach Arnach“ geschoben, „für mich wär’s jetzt mal gut, jetzt sind mal andere dran“. Es gebe auch noch andere Ortschaften mit Turnhalle, deren Duschen oder Toiletten in schlechtem Zustand seien, erinnerte sie, „und hier schiebt man’s schnell mal rein“.

Er kenne nur eine solche Halle, die in Seibranz, entgegnete Bürgermeister Roland Bürkle (CDU). Und dort macht in seinen Augen die Toilettensanierung nur im Zuge eines Gesamtkonzepts Sinn.

Stadträtin Gisela Brodd (Freie Wähler) wollte wissen, warum die Sanierung jetzt erst Thema sei. „Man wusste doch vorher, wie die Duschen aussehen.“ Die Turnhalle sei beim Umbau des Bildungshauses nie Thema gewesen, so Bürkle. In der gebe es noch vieles anders zu tun. Den Duschtrakt zu sanieren, der sowieso durch den Bildungshausumbau berührt werde, sei indes betriebswirtschaftlich vernünftig.

Rude berichtete in diesem Zusammenhang über den Kostenstand beim Bildungshaus. 4,505 Millionen Euro betrage dessen Gesamtbudget, 2,864 Millionen davon seien bereits verbaut, weitere 1,586 Millionen verplant. Bleiben unterm Strich jene 55 000 Euro, die nun für die Sanierung des Duschtrakts der Halle verwendet werden.

Der Ratsausschuss stimmte der Sanierung bei einer Enthaltung (Michael Thum) einstimmig zu. Sie soll im Frühjahr 2019 abgeschlossen sein.

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