„Tag der Heizung“ ein voller Erfolg

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Dass es so voll werden würde, damit hatte keiner der Veranstalter und sieben Aussteller gerechnet – bis auf einen. Alois Jäger, Geschäftsführer von Baugrund Süd und Initiator der Veranstaltung „Tag der Heizung“, die am vergangenen Samstag im Kurhaus Bad Wurzach stattfand, hatte schon im Vorfeld gemeint, dass das Nebenzimmer im Kurhaus, in dem die Vorträge zum Thema stattfinden sollten, nicht ausreichen würde.

Vorträge verlegt

Er sollte Recht behalten, denn der Andrang war so groß, dass die Vorträge in den Kursaal verlegt werden mussten; und selbst hier konnten einige der Besucher dem Geschehen nur im Stehen beiwohnen. Statt der erwarteten sechzig Interessierten kamen über 250. Entsprechend zeigten sich Veranstalter und Aussteller überwältigt. Die einhellige Resonanz: „jede Erwartung wurde übertroffen“.

Neues Gesetz

Anlass für den Informationstag ist das im Oktober 2019 auf den Weg gebrachte „Gesetz zur Vereinheitlichung des Energiesparrechts für Gebäude“, das zum Anfang des Jahres in Kraft trat. Außerdem sieht die Energieeinsparverordnung (EnEV) vor, dass Heizkessel, die älter als dreißig Jahre sind, ausgetauscht werden müssen.

Hohe Förderquote

Ein Fakt, der vor allem ältere Hausbesitzer verunsichert, weshalb es nicht verwunderte, dass sie die Mehrzahl der Besucher der Veranstaltung stellten. Dabei fördert das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) Maßnahmen zur Heizungsoptimierung und zum Einsatz erneuerbarer Energien. Beispielsweise werden bei Neubauten Solarkollektoranlagen mit 30 Prozent und Wärmepumpenanlagen mit 35 Prozent gefördert.

Schont Geldbeutel und Umwelt

In bestehenden Gebäuden, in denen das Heizsystem seit mehr als zwei Jahren in Betrieb ist, steigt der Fördersatz bis auf 45 Prozent, wenn die Ölheizung ausgetauscht wird. Das schont nicht nur die Umwelt, sondern auch den eigenen Geldbeutel, können sich doch die Heizkosten dadurch nahezu halbieren.

All dies und mehr konnten die Besucher nicht nur bei den Ausstellern erfahren, sondern ausführlich bei den Vorträgen, die nach der Begrüßung durch Diplomingenieur Christoph Knepel, Mitgeschäftsführer der BauGgund Süd, stattfanden. So referierte Robert Immler vom Energie- und Umweltzentrum Allgäu zum Thema, welche Heizung die richtige für Neubau und Sanierung ist.

Spannende Vorträge

Jan Boden vom Unternehnehmen Max Weishaupt stellte in seinem Vortrag die Wärmepumpe als Schlüsseltechnologie der Wärmewende vor, während sich Elektromeister Tobias Mösle von SAO der Photovoltaik und dem Batteriespeicher widmete. Den Abschluss bildete Alois Jäger mit dem Thema „Erdwärme in Bad Wurzach“. Wie sehr das Thema bewegt, konnte man auch daran erkennen, dass er noch lange nach seinem Vortrag mit vielen Fragen konfrontiert wurde.

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