Täglich um 19 Uhr: Bad Wurzacher Christen beten getrennt, aber gemeinsam

Lesedauer: 3 Min
 Wer des Abends mitbetet, kann als Zeichen der Verbundenheit eine Kerze ins Fenster stellen.
Wer des Abends mitbetet, kann als Zeichen der Verbundenheit eine Kerze ins Fenster stellen. (Foto: Symbol: dpa / Fabian Strauch)
Schwäbische Zeitung

Die Christen Bad Wurzachs schließen sich im Gebet zusammen. Das erklären die katholische, die evangelische, die neuapostolische und die Freie Christengemeinde sowie die Patres von Gottesberg in einer gemeinsamen Pressemitteilung.

Gerade in einer Zeit, in welcher sich viele den Besuch der Gottesdienste wünschen würden, müssen die Menschen auf den Trost und die Bestärkung durch die Gemeinschaft untereinander verzichten. Viele fühlen sich allein und abgeschnitten.

Die Trennung überwinden

Diese Vereinzelung und Trennung im Gebet zu überwinden, das ist Ziel einer Initiative, welche die christlichen Konfessionen in Wurzach zusammen beginnen möchten. Dazu wollen diese ab diesem Samstagabend eine Gebetsgemeinschaft begründen, der sich jeder an seinem Platz zur selben Zeit anschließen kann.

Sich geistig im Gebet zu treffen und umeinander zu wissen, füreinander in den derzeitigen Sorgen und Nöten einzutreten, im Gebet Gott um seine Begleitung und um seinen Schutz zu bitten: Das sind die Ziele dieses ökumenischen Vorhabens. Die Seelsorgeeinheit Bad Wurzach, die evangelische Kirchengemeinde, der Orden der Salvatorianer, die Neuapostolische Kirche und die Freien Christen laden gemeinsam dazu ein.

Die Glocken läuten

Jeden Abend werden ab sofort um 19 Uhr die Glocken der Kirchen Bad Wurzachs dieses Gebet ankündigen. Während in St. Verena, auf dem Gottesberg und in Unterschwarzach die Eucharistie gefeiert wird, wird sich Pfarrerin Barbara Vollmer in der evangelischen Kirche am Gebet beteiligen.

Wer mitbetet und dies nach außen zeigen möchte, ist eingeladen, während des Gebets eine brennende Kerze ins Fenster zu stellen. „Dies soll ein Zeichen der Verbundenheit, der gegenseitigen Bestärkung und der gemeinsamen Hoffnung sein“, heißt es in der Mitteilung.

Die Kommentarfunktion ist für Sie aktuell gesperrt. Bitte wenden Sie sich an unseren Kundenservice für weitere Infos.
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen

Mehr Themen