Stadtrundgang: Das Herzstück der Stadt Bad Wurzach

Lesedauer: 2 Min
 Die beiden Tulpenbäume wurden 1946 im Schlosshof gepflanzt.
Die beiden Tulpenbäume wurden 1946 im Schlosshof gepflanzt. (Foto: Steffen Lang)
Schwäbische Zeitung

In einer unregelmäßig erscheinenden Serie stellt die „Schwäbische Zeitung“ die Stationen des überarbeiteten Historischen Stadtrundgangs in Bad Wurzach vor.

Das Schloss liegt nicht im Herzen der Stadt, sondern ist auch deren Herzstück. Erbaut wurde es von 1723 bis 1728 im Auftrag von Graf Ernst Jakob Truchsess von Waldburg-Zeil. Die Wurzacher Linie des Adelsgeschlecht starb 1903 aus.

1922 kauften die Salvatorianer den Komplex und errichteten dort eine Schule mit Jungeninternat.

Dunkle Jahre

Seine dunkelsten Jahre erlebte das Schloss zurzeit des Nationalsozialismus. Es wurde zunächst Gefangenenlager für Offiziere, dann zum Internierungslager für Geiseln der Kanalinsel Jersey und für jüdische Häftlinge aus dem KZ Bergen-Belsen.

Heute beherbergt das Schloss seniorengerechte Wohnungen, Teile des Gymnasiums Salvatorkollegs, das Institut für soziale Berufe und Wohnungen des Ordens der Salvatorianer. Zum Schloss gehört zudem die Schlosskapelle.

Das Barocktreppenhaus

Überaus sehenswert ist das Barocktreppenhaus des denkmalgeschützten Gebäudes mit einer herrlichen Akustik und einem Deckenfresko, das den olympischen Götterhimmel darstellt. Hier finden öfter Konzerte statt, und es dient der Stadt auch als Standesamt.

Auch der Hof des Schlosses mit seinen ihn prägenden, 1946 gepflanzten Tulpenbäume ist ein Kleinod.

Eigentümer des Gebäudes ist die 2004 gegründete Stiftung Kulturdenkmal Schloss Bad Wurzach.

Meist gelesen in der Umgebung

Die Kommentarfunktion ist für Sie aktuell gesperrt. Bitte wenden Sie sich an unseren Kundenservice für weitere Infos.
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen

Mehr Themen

Leser lesen gerade