Stadt will Bahnübergang bei Kimpfler auflösen

Lesedauer: 3 Min

Dieser Bahnübergang soll nach dem Willen der Stadtverwaltung geschlossen werden.
Dieser Bahnübergang soll nach dem Willen der Stadtverwaltung geschlossen werden. (Foto: Steffen Lang)
Redakteur Bad Wurzach

Die Stadtverwaltung Bad Wurzach würde den Bahnübergang bei Kimpfler gerne auflösen. Sie will dazu aber eine einvernehmliche Lösung mit den betroffenen Ortschaften Haidgau und Ziegelbach finden. Doch dort ist das Meinungsbild nicht einheitlich.

Das sagten Bürgermeister Roland Bürkle und die Haidgauer Ortsvorsteherin Ernestina Frick bei der Gemeinderatssitzung am Montagabend auf Anfrage des Anliegers Friedrich Schraag.

Schraag hatte die die derzeitige Praxis beim Bahnübergang Kimpfler als „keine gute Lösung“ bezeichnet. Es wirke eher eine „Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für den Bauhof“. Der Bahnübergang ist zurzeit an Tagen, an denen die Bahn fährt, gesperrt. Dies ist sonntags beim Radexpress, jetzt Moorbahn, der Fall.

Ansonsten ist die Straße dort nur für landwirtschaftlichen Verkehr freigegeben. Allerdings wird er häufig als Abkürzung zwischen Ziegelbach und Haidgau genutzt. Die Umgehungsstrecke mit einem beschrankten Bahnübergang ist etwa 150 Meter daneben. Autofahrer würden die Absperrung selbst beiseite schieben – und oft nicht wieder hinstellen, berichtete Schraag.

Bürgermeister Roland Bürkle erklärte die zeitweise Absperrung mit Vorgaben der Deutschen Bahn, nachdem dort ein schwerer Unfall passiert war, weil ein Auto den unbeschrankten Übergang befuhr, obwohl ein Zug kam.

Würde die Stadt einen beschrankten Bahnübergang an der Stelle bauen, würde sie das 300 000 Euro kosten, so Bürkle. Immer noch 150 000 Euro würde es kosten, den Bahnübergang so auszurüsten, dass nur Radfahrer und Fußgänger ihn überqueren können. Beide Varianten seien für die Verwaltung finanziell „nicht vertretbar“.

Stadtkämmerer Stefan Kunz kündigte an, es werde eine Verkehrsschau bei Kimpfler geben. Das begrüßte die Haidgauer Ortsvorsteherin Ernestina Frick. Im Ortschaftsrat sei bereits darüber diskutiert worden, und es gebe Argumente für und gegen eine Auflösung des Übergangs.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen