Stadt fördert Bad Wurzacher Nachbarschaftshilfe

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 Der Trägerverein ist weiter auf der Suche nach neuen Mitgliedern.
Der Trägerverein ist weiter auf der Suche nach neuen Mitgliedern. (Foto: Steffen Lang)
Redakteur Bad Wurzach

Die Stadt wird Fördermitglied des Trägervereins der organisierten Nachbarschaftshilfe Bad Wurzach. Der zuständige Gemeinderatsausschuss sprach sich einstimmig dafür aus.

Der 2007 gegründete Verein „miteinander-füreinander“ ist der Träger der Bad Wurzacher Nachbarschaftshilfe. Seit dem dem vergangenen Jahr wird er von einem Interimsvorstand geführt. Dieser besteht aus Pfarrerin Barbara Vollmer (Vorsitzende), Karl-August Mohr (stellvertretender Vorsitzender), Diakon Berndt Rosenthal (Schriftführer), Otto Linge (Kassier) und Margit Armbruster-Montwé (Beisitzerin).

Der Verein hat jedoch Probleme, dieses ehrenamtlich getragene Angebot weiterhin zu finanzieren. Eine Erhöhung der Mitgliederbeiträge von 15 auf 25 Euro jährlich und eine groß angelegte Mitgliederwerbung im Sommer dieses Jahres (50 Personen wurden dadurch laut Vollmer gewonnen) haben zwar etwas Entlastung geschaffen. Doch neue Bestimmungen wie die Umwandlung der Stundensätze für Ehrenamtliche in Pauschalbeträge haben gleichzeitig für neue Probleme gesorgt.

So fragte der Verein nun bei der Stadt an, ob sie Fördermitglied werden wolle. 1250 Euro wären der Jahresbetrag. Die Verwaltung befürwortete es und brachte das Thema in den Ratsausschuss für Verwaltung und Soziales. Angenehmer Nebeneffekt, den Dezernatsleiter Frank Högerle am Montagabend anführte: „Bei einer kommunalen Förderung in dieser Höhe können weitere Förderbeiträge vom Land sowie den Pflegekassen in Höhe von mindestens 3750 Euro erzielt werden.“

„Eine gute und unterstützenswerte Sache bei einem für die Stadt leistbaren Einsatz“ sei das, warb Bürgermeisterin Alexandra Scherer (CDU) um Zustimmung. Ein solches Werben wäre freilich nicht nötig gewesen. „Eine ganz gute Sache, ehrenamtlich und von beiden Kirchen getragen“, stellte Karl-Heinz Buschle für die Freien Wähler fest. „Höchste Zeit, dass wir das unterstützen.“ Und auch für die CDU war „klar, dass wir das unterstützen“, wie Hermann Müller betonte.

In diesem Jahr werden die 55 Ehrenamtlichen in der Bad Wurzacher Nachbarschaftshilfe mehr als 10 000 Arbeitsstunden für rund 60 Personen leisten. Tendenz über die Jahre: steigend. Zu den Diensten zählen Unterstützung bei der Hausarbeit, Begleitung bei Arztbesuchen, Gesellschaft für Alleinstehende und Betreuung Demenzkranker. Tätig ist die Nachbarschaftshilfe dabei in der Kernstadt und mehreren Teilorten.

Geführt wird der Dienst von Stefanie Heinrich (Einsatzleitung) und Elvira Model (Finanzen), die auf geringfügiger Basis angestellt sind. Wer Dienste in Anspruch nimmt, muss dafür einen relativ geringen Stundensatz bezahlen. Er ist bewusst niedrig gehalten, damit sich die Dienste jeder leisten kann. Mitglieder von Miteinander-füreinander erhalten zudem seinen Rabatt.

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