So schön ist perfekte Blasmusik vom Feinsten

Lesedauer: 3 Min
 Immer wieder ein Ohrwurm, der am Jahresende verstummen wird: Das Duett Schuler und Schad.
Immer wieder ein Ohrwurm, der am Jahresende verstummen wird: Das Duett Schuler und Schad. (Foto: khs)
Karl-Heinz Schweigert

Vor 35 Jahren hatten sie beim Hafenkonzert des Südwestfunks in Friedrichshafen ihren ersten Auftritt: die Oberschwäbischen Dorfmusikanten mit ihrem Dreh- und Angelpunkt Peter Schad. Und schon von Anfang an war ihre Devise, klassische Blasmusik mit eigenem Stil in höchster Qualität konzertant anzubieten, was bis heute eine gleichermaßen treue wie zahlreiche Zuhörerschar zur Folge hatte.

So auch beim alljährlichen Stelldichein am Wochenende im vollbesetzten Kursaal, in dem die 17 Vollblutmusiker nach gut zweistündigem faszinierendem Spiel erst nach anhaltendem Applaus und drei Zugaben die Bühne verlassen durften. Im kontrastreichen Programm mit virtuosen Soli-Einlagen, neuen und bekannten Eigenkompositionen, sowie fein interpretierten, konzertanten Elementen, kam auch die Polka „Wermutstropfen“ zur Aufführung.

Die „oberschwäbische Nachtigall“ Conny Schuler wird mit Ende dieses Jahres aus familiären Gründen ihre vielgeschätzten Auftritte beenden. Seit 1986 bereicherte sie mit ihrer jung gebliebenen, ausdrucksvoll „goldenen“ Stimme die Konzerte – mal solistisch oder im Duett mit Peter Schads sonorem Bariton. Man darf jetzt schon gespannt sein, wer in ihre großen musikantischen Fußstapfen treten wird.

Dabei haben Peter Schad und seine Vollblut-Blasmusiker eine so einfache wie klare Leitschnur: „Musik muss Freude machen, sonst ist sie fehl am Platz.“ Dies gelingt ihnen bestens, diskret geführt und gestaltet vom Dirigenten, zudem gewürzt mit seiner souveränen, heiteren Moderation und seinen maßvoll eingestreuten, mit Schmunzeln begleiteten Anekdoten und Witzen. Diese Markenzeichen werden, belegt durch beste Stimmung und fleißigem Beifall, von einem treuen und sogar internationalen Publikum geschätzt. So auch von der Delegation der Musikgesellschaft Steinerberg aus Schwyz, die sich mit einem Notensatz für eine Komposition von Schad für ihren Dirigenten bedankte.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen