Seelendünger für Landwirte

Lesedauer: 3 Min
„Mir müsset mehr miteinander schwätze!“ Marlies Blume bringt ihre Botschaft unter die Leute. Im vollbesetzten Dorfstadel trifft
„Mir müsset mehr miteinander schwätze!“ Marlies Blume bringt ihre Botschaft unter die Leute. Im vollbesetzten Dorfstadel trifft sie hier auf Rita Schick und die Urlauber Armbruster aus Mundelsheim. (Foto: Hans Reichert)
Hans Reichert

„Mir müsset mehr miteinander schwätze und nicht nur Selbstgespräche mit Fremdbeteiligung führen! So hat die Kabarettistin Marlies Blume durch Lied, Tanz und guten Ratschlägen die Besucher im vollbesetzten Dorfstadel unterhalten. Die Meistervereinigungen von Wangen, Leutkirch und Ravensburg sowie der Verein Landwirtschaftlicher Fachschüler hatte dazu eingeladen.

Wenn Marlies Blume nach einer Vorstellung gefragt wird „Und was machen Sie sonst?“ hat sie eine kurze treffende Antwort auf den sonst so beschäftigten ausdruckstarken Lippen: „Denken!“

„Spüret Sie wie ich denk?“ Diese Frage stellt sie öfters während der gut zweistündigen Show. „Das Leben ist mehr als die Schnellstraße von der Wiege zum Grab, und wenn du dich bloß im Kreis rumdrehst, dann springst schnell Viereck rum!“ Was dann besser machen? Sie hat den entscheidenden Rat und singt: „Mach mal auf, frog oin wo kommst du her? Was machst du so?“ Und viel Vertrauen setzt sie auf Schutzengel. Der sei sozusagen die B-Seite der Schallplatte der Person. „Ich bin da, ob’s Tag ist oder Nacht, über mi wird g`wacht!“ Für die meist Älteren im Saal hat sie die Ermutigung: „Gemeinsam sind wir stark und nicht so läpprig wie Quark!“ Ja, Marlies Blume hat etwas zu sagen, es kommt durch die Blume.

Glücksgriff der Organisatoren

Im Dorfstadel ist auch ein Urlauberpaar aus Mundelsheim. Gerd Armbruster und seine Frau haben sich die ruhige Voralpenlandschaft für den Urlaub ausgesucht. Früher war er öfter schon im Zeltlager am Metzisweiler Weiher, als Jugendleiter beim CVJM. Der Hinweis war ein Plakat in einem Leutkircher Cafe. Der Abend passt zu ihrem Urlaubsmotto: „Weniger aufregen, mehr über sich freuen!“ Der Seelendünger von Maries Blume wirkt.

Die Organisatoren Christine Dorn-Bohner, Heinrich Vincon und der Leiter des Landwirtschaftsamts Ravensburg haben mit der Kabarettistin einen Glücksgriff getan. Mit Käseseelen, Wurstsalat und Apfelküchle mit Sachen hat das Küchenteam leckere Bissen geboten. Das Sahnehäubchen war nicht nur beim Apfelküchle, sondern auch noch die gesungene Zugabe. Herzlicher Beifall belohnte die Kabarettistin Marlies Blume.

Meist gelesen in der Umgebung

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen

Mehr Themen