Schon wieder zwei tote Kälber in der Region gefunden

In den vergangenen Wochen wurden bereits bei Arnach und Reichenhofen tote Kälber gefunden (Symbolbild).
In den vergangenen Wochen wurden bereits bei Arnach und Reichenhofen tote Kälber gefunden (Symbolbild). (Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa)
Schwäbische.de
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Nach dem Fund zweier verendeter Kälber in einem Wiesen- und Waldstück am Ortsausgang von Haidgau, im Bereich der Waldseer Straße, ermittelt die Polizei wegen möglicher tierschutzrechtlicher und umweltrechtlicher Verstöße gegen Unbekannt. In den vergangenen Wochen wurden bereits bei Arnach und Reichenhofen tote Kälber gefunden.

Einer der beiden Tierkadaver, die nun bei Haidgau gefunden wurden, lag laut Polizei zur Hälfte in einem Bachbett. Der Polizeiposten Bad Wurzach bittet Zeugen, die Angaben zum möglichen Tierhalter machen können oder anderweitig verdächtigte Wahrnehmungen gemacht haben, sich zu melden, Telefon 07564 / 2013. Bei den Tieren handelte es sich um schwarzbunte Kälber.

Funde bei Arnach und Reichenhofen

Zwei ähnliche Fälle gab es bereits vor etwas mehr als einem Monat. Nur rund eine Woche lag damals zwischen dem Fund zweier toter Kälber Ende März in einem Wald bei Arnach und dann Anfang April in einem Wald bei Reichenhofen.

„Das ist völlig inakzeptabel, das geht so nicht“, stellte Ariane Amstutz, Pressesprecherin des Landesbauernverbands Baden-Württemberg auf die Nachfrage, was einen Rinderhalter dazu bewegen könnte, ein totes Kalb im Wald abzulegen, damals klar. Wenn ein Tier krank wird, gibt es einen Tierarzt – und wenn ein Kalb stirbt, was vorkommen kann, dann muss es fachgerecht entsorgt werden, betonte Amstutz. Auch Julia Moosherr, Pressesprecherin des Landratsamtes, sprach im Zusammenhang mit den beiden Funden von „Einzelfällen“, die nicht repräsentativ für die Landwirte im Landkreis seien.

Ende April noch kein Ermittlungserfolg

Die Ermittlungen in den beiden Fällen wurden vom Veterinäramt, einer Behörde des Landkreises, übernommen. Stand Ende April konnte die beiden Fälle noch nicht geklärt werden.

Die Ermittlungsansätze seien von Fall zu Fall unterschiedlich, so eine Polizeisprecherin damals. Denkbar seien unter anderem Nachbarschaftsbefragungen und Presseaufrufen, regelmäßige Kontrollen von Gehöften sowie Recherchemöglichkeiten über gegebenenfalls vorhandenen Ohrmarken.

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