Rund 15 Jungrinder in 40 Zentimeter tiefem Dung

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Schwäbische Zeitung

Auf einen Fall „unzureichender Tierhaltung“, so heißt es in einer Mitteilung des Polizeipräsidiums Konstanz, sind Bad Wurzacher Beamte vergangene Woche auf einem landwirtschaftlichen Anwesen im Gemeindegebiet von Haidgau gestoßen.

Gegenüber der „Schwäbischen Zeitung“ präzisierte ein Pressesprecher, dass etwa 15 Jungrinder in einem offenen Schuppen mit Zugang zu einem Freigelände gehalten wurden. Im Gebäude hätten die Tiere in etwa 40 Zentimeter tiefem Dung und Mist gestanden. Über ein geöffnetes Flügeltor hätten sie zwar Zugang zu einer Freifläche gehabt, die lediglich rund 200 Quadratmeter große Wiese habe jedoch ebenfalls nur aus Mist und Matsch bestanden. „Im gesamten Bereich stand kein sauberer und trockener Platz zur Verfügung“, beschreibt der Polizeibericht die Situation. Sowohl die Stallung als auch das Freigelände seien „wohl seit längerer Zeit nicht mehr ausgemistet oder gereinigt“ worden.

Darüber hinaus sei ein Jungrind mit dem Kopf in einem Metallgatter eingeklemmt gewesen, aus dem es sich selbst nicht mehr befreien konnte. Die Polizisten hätten dem Tier aus seiner misslichen Lage geholfen und nach dem eigenen Eingreifen auch das zuständige Veterinäramt verständigt.

Das Gehöft bei Haidgau hatten die Beamten laut Mitteilung „im Rahmen anderweitiger Ermittlungen“ aufgesucht, den Landwirt oder einen anderweitig Verantwortlichen trafen sie nach Auskunft des Pressesprechers aber nicht an.

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