Rottweiler-Hündin beißt zwei Kinder

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Offenbar hatte ein Mädchen dem Hund auf den Schwanz getreten. Symbolbild.
Offenbar hatte ein Mädchen dem Hund auf den Schwanz getreten. Symbolbild. (Foto: Bernd Thissen)
Schwäbische Zeitung

Eine Rottweiler-Hündin hat am Donnerstag gegen 18.30 Uhr beim Gassigehen zwei Kinder gebissen. Wie die Polizei berichtet, hat der Rettungsdienst die beiden Mädchen im Alter von fünf und acht Jahren mit schweren Bissverletzungen ins Krankenhaus gebracht. Die Hundeattacke ereignete sich auf einem Wiesengelände im Ortsteil Eintürnen.

Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei hatten die beiden Mädchen mit dem Einverständnis ihrer Mutter eine Nachbarin und deren 14 Monate alte Rottweiler-Hündin beim Spazierengehen begleitet. Auf der Wiese spielten die Kinder und die Frau mit der Hündin, indem sie einen Ball warfen.

Als das Tier dann erschöpft auf dem Boden lag, trat vermutlich eines der Kinder der Hündin versehentlich auf den Schwanz. Diese schnappte daraufhin zu und biss der Achtjährigen in den Oberschenkel. Die Fünfjährige, die versuchte wegzulaufen, wurde von der Rottweiler-Hündin mehrmals im Bein- und Oberkörperbereich gebissen.

Zeugen und Anwohner helfen

Durch das beherzte Eingreifen der Hundehalterin, eines Zeugen und hinzukommenden Anwohnern wurde das Tier von den Kindern getrennt und bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten.

Nach einer ersten notärztlichen Versorgung wurden die beiden schwer verletzten Kinder zur weiteren stationären Behandlung ins Krankenhaus gebracht. Eine Lebensgefahr besteht nach Auskunft der Polizei nicht.

Wegen des Verdachts auf fahrlässige Körperverletzung läuft nun ein Ermittlungsverfahren gegen die Hundehalterin. Geklärt werden muss auch noch, was mit dem Rottweiler passiert. Möglicherweise wird er dazu einem Wesenstest unterzogen. Derzeit befindet er sich weiterhin in seinem Zuhause.

Für Rottweiler gilt in Baden-Württemberg keine generelle Leinen oder Maulkorbpflicht. Die Rasse wird in fünf deutschen Bundesländern, nicht aber in Baden-Württemberg als sogenannter Listenhund geführt, also als Tier, das per Gesetz als gefährlich oder potenziell gefährlich angesehen wird.

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