Projekt Coaching for Future führt in die Welt der Innovationen ein

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 Die Schüler beim regen Gedankenaustausch mit den Dozentinnen
Die Schüler beim regen Gedankenaustausch mit den Dozentinnen (Foto: Christine Hofer-Runst)
Christine Hofer-Runst

Coaching for Future, eine Initiative der Baden-Württemberg-Stiftung lud am Montag Schüler zur Berufsinformation in den sogenannten MINT-Fächern ein. Im Biologiesaal der Werkrealschule stellten die Dozentinnen Melanie Baur und Susanne Fries, Berufe aus genau diesen Bereichen vor.

Der einführende Videoclip, den die beiden Referentinnen den etwa 20 Schülern präsentierten, hatte es in sich: Es war eine reine Darstellung der derzeitigen Zukunfts-Technologie. Fliegende Autos und geschirrspülende Roboter zeigten den Jugendlichen, wie die Zukunft aussehen kann. Die Komplexität der technischen Entwicklung und die Vision eines perfekten Endproduktes erfordern, auch heute noch, den Einsatz gut ausgebildeter Fachkräfte. Industriemechaniker, Elektroniker und Elektrotechniker sind nur einige Beispiele dafür, dass ein Ausbildungsberuf immer ein Grundstein für bahnbrechende Innovationen sein kann.

Ein fliegendes Auto in Baden-Württemberg

Der Großteil der teilnehmende Schüler an diesem Vormittag war männlich. Aus dem großen Themenpool wurde „Mobilität“ ausgewählt. Wie kommen wir künftig von A nach B? Fahren oder Fliegen? Oder beides? Derzeit gibt es in Baden-Württemberg bereits ein fliegendes Auto, das sich aus drei Modulen zusammensetzt: das Fahrwerk, die Kabine und der Drohnenrotor. Angetrieben wird das futuristische Gefährt mit Solarzellen, die in hauchdünne Folien eingelassen sind. Materialien, die dafür verbaut wurden, konnten die Jugendlichen erfühlen: Platten aus Aluminiumschaum mit kaum Gewicht, aber einer unglaublichen Stabilität hatten die beiden Referentinnen mit dabei. Ein weiteres, spannendes Themenfeld war die gute, alte Rohrpost.

Mit 1200 Kilometer pro Stunde unterwegs

Findige Ingenieure tüfteln derzeit an einem Transportsystem, in dem Passagiere in einer Kapsel durch Vakuumröhren geschossen werden sollen. Angestrebte Höchstgeschwindigkeit ist dabei 1200 Kilometer pro Stunde. Zugegeben, noch ist es Zukunftsmusik, für die bereits heute der Grundstein gelegt wird. Dazu bedarf es Mitarbeiter, die eine Vorliebe für Technik, Physik und Naturwissenschaften im Allgemeinen, mitbringen. Um die Nachwuchstalente zu informieren und zu fördern, haben sich die Baden-Württemberg Stiftung, die Bundesagentur für Arbeit und der Südwestmetallverband, zusammengeschlossen, um in allen Schulen des Landes solche Veranstaltungen durchführen zu können.

In Anschluss an den Vortrag hatten die Schüler die Gelegenheit, andere Innovationen zu begutachten. Melanie Baur und Susanne Fries beantworteten alle Fragen rund um künstliche Arterien oder Handschuhe, mit denen sich Handys bedienen lassen. Diese etwas andere Form der Berufsfindung stieß bei den Jugendlichen auf großes Interesse.

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