Peter Schad und seine Musiker begeistern

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 Peter Schad und seine Oberschwäbischen Dorfmusikanten kommen bei den Zuhörern an.
Peter Schad und seine Oberschwäbischen Dorfmusikanten kommen bei den Zuhörern an. (Foto: Christine Hofer-Runst)
Christine Hofer-Runst

Peter Schad und seine Oberschwäbischen Dorfmusikanten haben am Samstagabend erneut Maßstäbe gesetzt. Im restlos ausverkauften Kursaal erwartete die Gäste ein bunter Mix bekannter Melodien. Der Dirigent mischte mit leichter Hand die verschiedensten Stilrichtungen zu einem großartigen Konzert zusammen. Im gesanglichen Duett mit Carina Kienle und dem Lied „Freunde, wir sind wieder da“, eröffneten die Musiker den Abend, bevor Schad seine, mitunter weit angereisten, Gäste begrüßte.

Wenn sich Perfektion mit Spaß und Freude am Musizieren verbinden, springt der Funke aufs Publikum über. Klassiker der Volksmusik, „Ewig schad“ oder „Der alte Lindenbaum“ vermischten sich mit internationalem Liedgut. Südamerikanischen Tangorhythmen folgten „Spaniens Gitarren“ und der schwermütigen Sehnsucht des Mädchens „Yasmina“ nach ihrer griechischen Heimat Athen. Gekonnte Soli der einzelnen Register und die Leidenschaft der fliegenden Finger von Ingrid Baumann an der Flöte verzauberten die Zuhörer bei der Titelmelodie der „Dornenvögel“.

Der Dirigent vertraut auf die Stärke seiner Register. Klaus und Stefan Merk hatten ihren Solopart bei „Baritone der Nacht“ und der Meister der Trompete, Tobias Zinser, bei der virtuosen Trompetenpolka. Wahre Gänsehautmomente versprühte anschließend die Sängerin Carina Kienle im Saal. Mit ihrer unglaublich klaren und wunderschönen Stimme interpretierte sie „Gabriellas Song“ in einer Klarheit, dass dem Publikum buchstäblich der Atem stockte.

Peter Schad unterhielt sein Publikum nicht nur musikalisch. Seine Moderation zwischen den Stücken war gespickt mit Witzen und humorvollen Anekdoten. Die „böhmischen Probleme“ von Herrn Posbischil und Frau Hawlitschek, Zitate von Heinz Erhart und das Gedicht von der Bärenfelltrommel der Neandertaler ließen das komödiantische Talent des Dirigenten erkennen.

Mit einer gesungenen Liebeserklärung an die Allgäu-Heimat versuchten die Musiker, sich zu verabschieden. Dem stellten sich die temperamentvollen Schweizer vom Vierwaldstätter See entgegen. Die Musikgesellschaft Steinerberg forderte so lautstark und nachhaltig eine weitere Zugabe, dass die Dorfmusikanten nochmals auf die Bühne kamen. Mit dem sehr melodischen „Florentiner Marsch“ beendeten sie dann endgültig den Konzertabend.

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