Musikverein Hauerz spielt fürs Kinderhospiz

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Der Musikverein Hauerz beeindruckt mit einem abwechslungsreichen Programm.
Der Musikverein Hauerz beeindruckt mit einem abwechslungsreichen Programm.
pag und Patricia Gragnato

Der Musikverein Hauerz hat sein 110. Jubiläumsjahr am Sonntag mit einem Kirchenkonzert in St. Martin in Hauerz beendet. Der Erlös geht in vollem Umfang an das Kinderhospiz in Bad Grönenbach. Roland Schuppan vom Vorstandteam kündigte das Konzert als Einstimmung auf die kommende Adventszeit an.

Gebhard Kuhn brilliert an der Hoch-B-Trompete

Als festliche Konzerteröffnung hatte Dirigent Markus Mikusch die „Festival Fanfare“ des berühmten Schweizers Franco Cesarini gewählt, imposante Fanfaren wechselten mit melodiösen Teilen, um fulminant zu enden. Welch ein Einstieg. In „The Rose“ von Amanda McBroom brillierte Gebhard Kuhn mit seiner Hoch-B-Trompete und beeindruckte mit seiner gefühlvollen, aber dennoch klaren Spielweise. Ruhig, mit breiten Tönen ging es weiter mit dem „Canterbury Chorale“ von Jan Van der Roost, der einen durch seine massiven Tutti-Passagen in eine mächtige Kathedrale hinein versetzte, um dann behutsam zu enden.

Brass-Ensemble spielt auf

In „Divertimento“ von Joseph Haydn zeigte ein Bläserquintett aus Klarinette, Querflöte, Oboe, Bariton-Saxofon und Waldhorn sein Können. Im anschließenden „Mr. Jums“ von Chris Hazell, gespielt von einem Brass-Ensemble, konnte man schier die Katzen des Komponisten, für die er das Stück geschrieben hat, vor dem Kamin schnurren hören.

Jugendleiterin dirigiert

Dann übergab Mikusch seinen Posten an Jugendleiterin Christine Menig, die ein Saxofon-Ensemble dirigierte, das die beschwingt-fröhliche „Sinfonia No. 3“ von Johann Sebastian Bach zum Besten gab. Nachdenklich wurde es, als Ingrid Ritscher vom Vorstandsteam eine Geschichte vortrug, die deutlich machte, wie wertvoll jeder Mensch ist – ungeachtet aller Äußerlichkeiten. Auch im nachfolgenden Stück „Softly As I Leave You“ dirigierte Menig, denn hier überzeugten Mikusch und Hubert Weishaupt als Solisten mit dem Euphonium.

In „Entr’Acte“ aus „Theatre Music“ von Philip Sparke übernahm wieder Mikusch die Leitung; nach einem zarten Beginn folgten voluminöse Passagen, die die Kirche fast erbeben ließen, um dann wieder ruhig und friedlich zu enden. Humorvoll wurde es mit „Serenade for Wind Band“, die Derek Bourgeois für seine eigene Hochzeit komponiert hatte, um den üblichen Einmarsch zu vermeiden, und die deshalb mit vertrackten Taktarten wie 11/8 oder 13/8 daherkommt.

Zugabe für die Zuhörer

Vor dem letzten Stück ergriff wieder Ritscher das Wort mit einem wunderschönen Gedicht über das Geschenk eines Lächelns. Mit „Mandalen Landscapes“ von Sparke, das vor dem inneren Auge die norwegische Landschaft rund um den gleichnamigen Ort mit seinen schneebedeckten Bergen und malerischen Fjorden entstehen ließ, sollte das Konzert enden. Aber die Zuhörer erklatschten sich von den annähernd 70 Musikern als Zugabe das irische von Warren Barker abgewandelte Wiegenlied „Deir’ in de“ mit üppigen Harmonien und einer beschwingten Melodie.

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