Musiker müssen dem Gewitter weichen

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Ulrich Gresser

Nachdem das Sommerabendkonzert des Musikvereins Arnach witterungsbedingt bereits am 6. Juli verlegt hatte werden müssen, hat auch der Ersatztermin am vergangenen Freitag ein abruptes Ende genommen. Der Flohmarkt konnte am Nachmittag bei sommerlichen Temperaturen noch problemlos durchgeführt werden, das Konzert am Abend stoppte aber ein heftiger Gewitterregen.

Alles war vorbereitet und ließ sich zunächst gut an: Am späten Nachmittag fand der Flohmarkt noch bei schönstem Sonnenschein statt, vom angekündigten Gewitter war weit und breit keine Spur. Also wurde der Dorfplatz als neues Arnacher Zentrum mit Lichterketten und Scheinwerfern herausgeputzt, die Musikkapelle baute ihre Anlage und das Instrumentarium auf dem schon gut bevölkerten Platz auf.

Die Essens- und Getränkestände waren für den Ansturm der Besucher bestens gewappnet, als die Musikkapelle unter ihrem Dirigenten Joachim Weiss und mit lockeren Sprüchen von Ansager Stefan Braun pünktlich mit ihrem musikalischen Programm startete. Ob böhmische Blasmusik, der Bozener Bergsteigermarsch oder das konzertante „Abel Tasman“ – die Besucher der Dorfplatz-Hockete genossen den warmen Sommerabend und die lockere, stimmungsvolle Atmosphäre, auch wenn am Horizont schon die ersten Blitze zuckten.

Nach dem Motto „Das ziehen wir jetzt durch, es wird schon nicht so schlimm kommen“ spielten die Musikanten nach rund einer Stunde auch weiter, als bereits die ersten großen Tropfen fielen. Kurz darauf hieß es aber doch „Abbruch“, als es der Himmel richtig fallen ließ, um die wertvollen Instrumente und die Notenblätter zu schonen. Das war zwar schade – aber weil die Besucher sich an Dorfplatz und Brunnen so wohl fühlten, saßen sie auch nach dem Regenguss noch lange zusammen.

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