Mobilitätstag in Bad Wurzach ist rege besucht

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Christine Hofer-Runst

Zum ersten Mobilitätstag hat der Stadtseniorenrat am Wochenende interessierte Bürger auf den Klosterplatz eingeladen. Vorsitzender Heinrich Stauß, Gunthild Schulte-Hoppe vom Verkehrsverbund Bodo sowie Ute und Stefan Ehrmann stellten neue Möglichkeiten im öffentlichen Nahverkehr vor.

Ziel sei es, so Stauß, den Autoverkehr in den Innenstädten zu verringern und speziell Senioren, sei es mit oder ohne Gehbehinderung, Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln näher zu bringen und ihnen die Hemmungen davor zu nehmen. Um sich vor Ort ein realistisches Bild davon machen zu können, stellte das Busunternehmen einen Niederflurbus zur Verfügung.

Eine anwesende Rollstuhlfahrerin konnte sich, auf Nachfrage der „Schwäbischen Zeitung“, mit einer Busfahrt nicht so richtig anfreunden. „Ich fahre noch selbst Auto, bin unabhängig im zeitlichen Ablauf. Und durch meinen Schwerbehindertenausweis habe ich auch überall die Möglichkeit, zentral zu parken“, argumentierte sie.

Busse müssen stadtnah halten können, damit die dortige Infrastruktur gut zu Fuß zu erreichen sei, pflichtete Ute Ehrmann der Seniorin bei. Für Bad Wurzach bedeutet das, dass die Haltestellen an der ehemaligen Post und am Amtshaus ideal dafür seien, die Innenstadt auch mit Gehbehinderung gut erreichen zu können. Gisela Brodd kritisierte die unterschiedliche Erreichbarkeit der einzelnen Ortschaften. Während Leutkirch fast im Stundentakt erreichbar sei, seien Verbindungen in einige Teilgemeinden Bad Wurzachs durchaus noch ausbaufähig.

Das Busunternehmen Ehrmann werde in den kommenden Jahren vermehrt Niederflurbusse einsetzen, um ein schwellenloses Betreten zu ermöglichen. Voraussetzung dafür sei allerdings auch eine Anpassung der Bushaltestellen, damit die Barrierefreiheit vollständig gegeben ist.

Bürgermeisterin Alexandra Scherer nahm in den Gesprächen viele Anregungen, Kritikpunkte und Verbesserungsvorschläge auf. „Gemeinsam werden wir Lösungen erarbeiten, um den Durchgangsverkehr in Bad Wurzach zu verringern und die Mobilität der Senioren auch außerhalb der Kernstadt zu gewährleisten.“

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