Mit Musik in die Osterzeit starten

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Zwei Trompeter, ein Organist und eine Sopranistin spielten beim Benefizkonzert.
Zwei Trompeter, ein Organist und eine Sopranistin spielten beim Benefizkonzert. (Foto: Caroline Schönball)
Caroline Schönball

Eine interessante Mischung an Musikern lud am Ostermontag zu einem Konzert ein: Zwei Trompeter, ein Organist und eine Sopranistin. Auf wunderbare Art und Weise gelang es den Künstlern, sowohl im Zusammenspiel als auch als Einzelbeiträge die Osterfreude musikalisch auszudrücken und verschafften somit dem Publikum, welches äußerst zahlreich erschienen war, einen musikalischen als auch religiösen Start in die 50-tägige Osterzeit.

Nach einem bereits sehr festlichen Beginn mit dem „Einzug der Königin von Saba“ von Georg Friedrich Händel und dem darauf folgenden „Eternal Source“ war klar, dass dem Publikum ein gut vorbereitetes, von routinierten Musikern vorgetragenes Konzert erwarten würde. Fast wie als Überraschung ließ sich im Programmheft lesen, dass die vier zum ersten Mal in dieser Kombination zusammenspielten. Neben der musikalischen Qualität gelang es zudem durch geschickte Anordnung und Auswahl der Stücke, das Konzert sehr kurzweilig wirken zu lassen. Ob in der Besetzung, der generellen Stilistik oder des Klangcharakters des jeweiligen Stückes: Abwechslung war geboten. So wurde beispielsweise nach dem Beginn mit Werken von Georg Friedrich Händel das Gesangsstück „Gott ist mein Hirte“ von Antonin Dvorak zu Gehör gebracht, welches die Zuhörer wiederum in eine ganz andere Klangwelt versetzte. Interessant war außerdem zu bemerken, wie die Akustik der kleinen Schlosskapelle auf die unterschiedlichen Musikepochen reagierte und beide Werke stimmig im Raum wirkten, trotz ihrer enormen musikalischen Differenzen. Immer aber gelang es den vier Musikern, die Kapelle bis in die letzten Reihen mit ihrer Musik auszufüllen.

Auch im weiteren Verlauf des Programmes beeindruckten die Künstler Marc Malmer, Daniel Kloos, Leila Trenkmann und Michael Rische mit ihrem Können: die beiden Trompeter vor allem beim „Konzert für zwei Trompeten und Orgel in C-Dur“ von Antonio Vivaldi mit ihrer perfekt aufeinander abgestimmten Artikulation, Michael Rische bei den „Variationen über den Oster-Choral „O filii et filiae“ von Jean Francois Dandrieu mit seiner Fingerfertigkeit und Virtuosität und Leila Trenkmann bei „Ridente la calma“ von Wolfgang Amadeus Mozart mit ihrem Witz in der Stimme. In allen Werken aber, ob das nun der festlich-virtuose Vivaldi, die melancholische „Cantilène religieuse“ von Théodore Dubois oder das heitere „Alleluja“ von Mozart war, spürte man den Geist der Osterfreude. Mal ziemlich direkt durch den Text oder auch mehr indirekt durch die Feierlichkeit und Stärke der Musik.

Nachdem Pater Paulus kurz auf das Projekt der Salvatorianer auf den Philippinen eingegangen war, welches durch dieses Konzert „auf den Cent genau“, wie er vergewisserte, unterstützt wird, spielten die Musiker alle gemeinsam als Zugabe ein Werk aus Händels „Salomon“ und verabschiedeten die von musikalischer Osterfreude gestärkten Zuhörer damit.

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