Mit Klinguin „klingt’s guat“

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Freuen sich aufs Kreismusikfest 2018: die Verantwortlichen der Haidgauer Musikkapelle und Maskottchen Klinguin.
Freuen sich aufs Kreismusikfest 2018: die Verantwortlichen der Haidgauer Musikkapelle und Maskottchen Klinguin. (Foto: Anna-Lena Feser, MK Haidgau)
Schwäbische Zeitung
Stellv. Redaktionsleiter/Redakteur Bad Wurzach

Haidgau feiert 2018 das Kreisverbandsmusikfest. Bis zum Festtermin (30. Mai bis 3. Juni) ist es zwar noch ein ganzes Stück hin – aber die Vorbereitungen bei der Musikkapelle laufen bereits auf vollen Touren. Feststeht bereits: Erstmals wird es ein Maskottchen für ein solches Fest geben: Klinguin, der musikalische Pinguin.

Im April 2015 haben die Musiker die Entscheidung gefällt, die Jubiläumsfeierlichkeiten zum 125-jährigen Bestehen der Kapelle mit der Ausrichtung eines Kreisverbandsmusikfests inklusive Wertungsspielen zu verknüpfen.

Fast einstimmiges Votum

„Wir haben uns vorher bei Veranstaltern der vergangenen Jahre erkundigt, was alles an Arbeit zu bewältigen ist“, erinnert sich Christoph Münsch, in dessen Händen die Gesamtorganisation liegt. „Dann haben wir innerhalb der Kapelle abstimmen lassen. Die Entscheidung für das Kreismusikfest fiel fast einstimmig.“

Im Sommer darauf begannen die Vorbereitungen. Zwölf Gruppen wurden gebildet, jede mit einem besonderen Aufgabengebiet wie Finanzen, Programm oder Getränkeversorgung. Insgesamt 52 Personen befinden sich in diesen Arbeitskreisen – also im Prinzip jeder aktive Haidgauer Musiker. Rund 2000 Stunden haben sie mittlerweile insgesamt in die Planung investiert.

„Klingt guat“

Und die zeigt bereits einige Ergebnisse. Logo und Motto stehen fest: „Klingt guat“ wird es vom 30.Mai bis 3. Juni 2018 in Haidgau heißen. „Wir haben im ganzen Ort Ideen für das Motto gesammelt“, erzählt Katharina Fugunt, im dreiköpfigen Vorstandsteam für den Bereich Musik verantwortlich. „Zehn Vorschläge kamen dann in die Endauswahl, die Musiker haben dann ihren Favoriten ausgewählt.“ Mit diesem ist auch Fugunt sehr zufrieden. „,Klingt guat’ passt einfach und trifft auf vieles zu. Die Musik, die wir bieten werden, klingt gut, bei den Wertungsspielen klingt’s gut, im Festzelt klingt’s gut und so weiter.“

Frühzeitig haben die Haidgauer auch Aufkleber unters Volk gebracht, die für das Fest 2018 werben. „Beim Kreismusikfest 2016 in Seibranz haben wir sie erstmals verteilt, und sie wurden uns regelrecht aus den Händen gerissen“, erinnert sich Christoph Münsch.

Erstmals mit Maskottchen

Stolz sind die Haidgauer aber vor allem darauf, dass sie beim Kreismusikfest 2018 etwas ganz Neues präsentieren. Erstmals wird es ein Maskottchen geben. „Das war eine spontane Idee von uns, anfangs nicht mehr als ein Hirngespinst, das dann immer konkretere Formen angenommen hat“, erzählt Florian Straub.

Entstanden ist aus dem einstigen Hirngespinst Klinguin, der musikalische Pinguin. Er hatte bereits seinen ersten Auftritt beim Jahreskonzert der Haidgauer Musiker. Das mit einem blauen T-Shirt bekleidete Maskottchen wird in den kommenden Monaten die Haidgauer auf allen ihren Auftritten begleiten. Da es im Kostüm auf Dauer recht warm wird, werden sich die „Darsteller“ darin regelmäßig abwechseln.

Die Route des Umzugs

Ebenfalls bereits weitestgehend fix ist die Route des großen Festumzugs am 3. Juni 2018. Los geht’s am Dorfplatz, wo der Gesamtchor spielen wird. Danach geht’s die Hauptstraße entlang, nach der Kirche links an der Schule (dort ist die Ehrentribüne), und am Schneider-Lädele vorbei die Mennisweiler Straße hinaus, wo sich am Ortausgang das große Festzelt befindet.

Stichwort Festzelt: Das wird 3500 Sitzplätze haben, dazu gibt’s zwei Bars und einen großen Versorgungsbereich. Zwei jeweils 30 mal 80 Meter große Zelte sind dafür vonnöten.

Mit Wertungsspielen

Getüftelt wird in Haidgau noch am Programm. Am Mittwoch gibt’s auf jeden Fall Fassanstich mit anschließender Party. Am Donnerstag (Fronleichnam) ist Familien- und Seniorentag und danach großer Blasmusikabend. Einen Top-Act planen die Haidgauer am Freitagabend, wer auftreten wird, ist aber noch nicht spruchreif.

Das gilt auch für den Samstagabend. Tagsüber aber laufen auf jeden die Wertungsspiele, die sich (nach dem Festgottesdienst) bis in den späten Sonntagvormittag hinziehen werden. Für den Samstag planen die Haidgauer einen Weltrekordversuch, wollen aber dazu noch nichts weiter verraten. Am Sonntagnachmittag stehen Gesamtchor und Festumzug auf dem Programm.

Vorverkauf beginnt im Herbst

Das genaue Programm soll Mitte dieses Jahres feststehen. Dann beginnt die Sponsorensuche, kündigt Finanzchef Tobias Münsch an, im Herbst startet der Kartenvorverkauf.

Ein ganz langes Wochenende, das den Besuchern sicher viel Freude bereiten wird. Ganz sich aber den Haidgauer viel Arbeit. 100 Helfer werden im Einsatz sein, so die derzeitige Planung, bis zu 1500 Arbeitsstunden anfallen. „Der ganze Ort hilft mit, und wir haben auch auswärtige Musiker zur Verfügung, denen wir früher bei ihren Festen geholfen haben“, sagt Christoph Münsch.

Viele helfen mit

Mithelfen werden aber auch die Haidgauer. Uns sei es auch „nur“ mit ihrem Verständnis, wenn sie fünf Tage mit mehr Verkehr, zeitweisen Behinderungen und viel Trubel im Ort haben. Aber ganz konkret, wenn beispielsweise Landwirte ihre Flächen fürs Festzelt und die Parkplätze zur Verfügung stellen.

Um sie auf dem Laufenden zu halten, was den Stand der Vorbereitungen und der Planung betrifft, verschicken die Musiker mehr oder weniger regelmäßig Newsletter.

„Ein gewisses Risiko“

„Wir hoffen, dass sich das Engagement so vieler am Ende auch auszahlt“, so Tobias Münsch, der als Finanzvorstand das Musikfest auch unter monetärem Gesichtspunkt betrachtet. „Wir gehen in Vorleistung, und das ist bei einer wetterabhängigen Veranstaltung immer ein gewisses Risiko. Da kann man im Vorfeld nur hoffen, dass am Ende auch was hängenbleibt.“

www.kmf2018.de

13 Personen umfasst das engere Organisationsteam der Haidgauer Musikkapelle. Die Gesamtleitung hat Christoph Münsch. Die einzelnen Gruppen leiten: Charlie Dieing (Festschrift, Einladungen, Homepage); Klaus Wachter (Wertungsspiele, Festbankett, Gesamtablauf und Kontakt zum Kreisverband); Sandra Gütler (Dekoration Ortschaft, Festzelt und Festhalle); Jürgen Günthör (Technik Wasser, Energieversorgung und Abfall); Florian Straub (Werbung, Presse, Design Logo und Motto); Armin Feser (Programm, Kapellenauswahl, Festgottesdienst, Schausteller); Katharina Fugunt (Festumzug, Festwagen und Fußgruppen, Gesamtchor, Festführer); Peter Rösch (Festplatz, Festzelt, Parkplätze, Sicherheit und Absperrung); Tobias Münsch (Finanzierung, Sponsoring, Versicherungen, Steuer und Kostenplanung); Markus Dieing (Bewirtung Getränke); Nicole Wirth (Personaleinteilung); Andreas Dorn (Bewirtung Speisen).

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