Markt der Berufe erfreut sich größter Beliebtheit

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Christine Hofer-Runst

Der „Markt der Berufe“, den die Realschule und die Werkrealschule Bad Wurzach in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Handels- und Gewerbeverein organisierte, hat am Dienstagabend rekordverdächtige Besucherzahlen erreicht. Vertreter aus Industrie und Handwerk, weiterführende Schulen und Dienstleister nutzten diese Plattform, um ihre Ausbildungsplätze auch künftig besetzen zu können.

Das Organisationsteam rund um Hildegard Mühler, Karrierebegleiterin am Schulzentrum, entschied sich erstmals, die Themenbereiche aufzulösen und die Stände der insgesamt 47 ausstellenden Firmen bunt durchzumischen. Eine gelungene Veränderung, die die Vielfältigkeit der Angebote noch deutlich attraktiver machte. Neben Weltfirmen wie Verallia Deutschland, Boehringer Ingelheim, Hymer oder Rapunzel warben örtliche Betriebe um die Schulabgänger. Schreiner, Schornsteinfeger, Metallbauer oder Zahnarzt, sie alle versuchten, ihre Ausbildungsplätze zu besetzen.

Wie fast alles ist auch die Berufswahl an gewisse Trends angelehnt. Melanie Wöllhaf, Ausbildungsleiterin bei Verallia, und Petra Romer-Aschenbrenner von Boehringer Ingelheim verzeichnen in diesem Jahr verstärkte Nachfragen für ein duales Studium. Die Verbindung zwischen praktischer Ausbildung im Betrieb und Vermittlung theoretischen Wissens wird für Schulabgänger eine immer attraktivere Alternative.

Aber auch der klassische Ausbildungsberuf erfährt derzeit einen Aufwärtstrend. Fabian, Schüler der neunten Klasse, hat schon sehr konkrete Vorstellungen von seinem Traumberuf. „Ich möchte Industriemechaniker werden und würde meine Ausbildung am liebsten bei der Firma Lissmac in Bad Wurzach machen“, erklärte er sein definiertes Berufsziel. Lisa dagegen, Schülerin der neunten Klasse am Salvatorkolleg, informierte sich an diesem Abend über einen Praktikumsplatz im Rahmen von „Bogey“. Eine Mutter freute sich ganz besonders über das breite Angebot für ihre heranwachsende Tochter, die viele Möglichkeiten bislang noch gar nicht in Betracht gezogen habe.

Insgesamt führten die Aussteller nach eigener Aussage sehr gute Gespräche mit den Schülern und deren Eltern. Für die Klassenstufe neun war der Abend verpflichtend. Die Jugendlichen mussten Gesprächsprotokolle anfertigen und aktiv auf Firmeninhaber zugehen. Keine sehr leichte Aufgabe, denn es galt, eine Hemmschwelle zu überwinden. Durch die Vielzahl der Auszubildenden, die von den einzelnen Unternehmen vor Ort waren, wurde es für die Schüler aber deutlich leichter, ins Gespräch zu kommen und die erforderlichen Informationen zu erfragen.

Julia Kiebler, Schulleiterin der Werkrealschule Bad Wurzach, bezeichnete den Abend als großen Erfolg. Die Besucherdichte und die entspannte Atmosphäre an den einzelnen Ständen, seien ausschlaggebend für das gute Gelingen gewesen.

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