Kleiner, höher, komplizierter: Trialfahrer Loris Lauber startet durch

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 Loris Lauber mit seinem sattellosen Motorrad, einer spanischen TRS 125.
Loris Lauber mit seinem sattellosen Motorrad, einer spanischen TRS 125. (Foto: Steffen Lang)
Stellv. Redaktionsleiter/Redakteur Bad Wurzach

Mitten in der Saisonvorbereitung steckt derzeit der Seibranzer Trialfahrer Loris Lauber. Der 15-Jährige hat sich trotz Aufstiegs in eine höhere Klasse große Ziele gesetzt.

Gesamtsieger in der DMW-Wertung der Deutschen Meisterschaft (DM), zweiter Platz beim Alpenpokal, Dritter der Bayerischen Meisterschaft, Vierter in der Jugend-DM. Hinter Loris Lauber liegt ein erfolgreiches Jahr 2018. So erfolgreich, dass er ungeplant von der Klasse 4 in die Klasse 3, die zweithöchste nationale Stufe, aufgestiegen ist.

Seit acht Jahren betreibt Loris Lauber die Randsportart Trial. Dabei geht es, etwas vereinfacht dargestellt, darum, mit einer Motocrossmaschine Hindernisse zu überwinden. Die Maschine wird dabei im Stand gefahren, einen Sattel hat sie nicht, und das Berühren des Bodens mit einem Fuß wird ebenso mit Strafpunkten bestraft wie das Überschreiten des Zeitlimits für den Kurs.

Die Schwierigkeitsstufen des Kurses steigen von Klasse zu Klasse. „In der Klasse 3 ist der Wendeplatz kleiner, die Hindernisse höher, die Kombinationen komplizierter“, skizziert es Loris Lauber.

Ehrgeiziges Ziel

Wird 2019 also ein Lehrjahr für den erfolgsverwöhnten 15-Jährigen auf seiner spanische TRS 125? Der junge Seibranzer und sein ihn betreuender Vater Edwin glauben das nicht. „Natürlich werden die Kurse schwieriger und kosten mehr Überwindung. Aber das technische Können, das man haben muss, ist das gleiche wie in Klasse 4“, sagt Edwin Lauber. „Mal sehen wie es läuft. Vielleicht klappt es gleich mit einem weiteren Aufstieg“, setzt sich der Sohnemann sogar ein ehrgeiziges Ziel und weiß auch, was das auch bedeutet: „Höhere Klasse heißt mehr trainieren.“

In der Trainingsphase befindet er sich gerade. Seit Mitte Februar ist er regelmäßig auf dem Gelände der Renngemeinschaft Allgäu (RGA) Kempten bei Leubas zu finden. Zudem besucht er auf Einladung Lehrgänge des bayerischen und des deutschen Kaders.

Der erste Wettkampf steht am 13. April auf dem Programm. Bis Ende Oktober will Loris Lauber insgesamt 30 Läufe bestreiten, in der „Bayerischen“, der DM, der Jugend-DM und im Alpenpokal. Außerdem steht die Europameisterschaft (EM) auf seinem Wettkampfzettel. Sie besteht aus vier Wettbewerben in Italien (2), Tschechien und Frankreich.

Schwierigkeiten bereitet dem Realschüler (9. Klasse) seine Heimat an der württembergisch-bayerischen Grenze. Obwohl Loris Lauber für einen bayerischen Verein fährt, darf er aufgrund seines Wohnsitzes in Baden-Württemberg nur als Gastfahrer mit dem bayerischen Landeskader trainieren.

Gleichzeitig fordere der ADAC Württemberg für die Aufnahme in diesen Landeskader die Teilnahme an der ADAC-Runde, deren Wettkampforte aber für den Allgäuer wesentlich umständlicher zu erreichen sind als die bayerischen. Laubers fühlen sich in dieser Frage „unfair“ behandelt.

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