Kinderfüße erkunden das Wurzacher Ried

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 Der trockene Torfwasen wurde genau unter die Lupe genommesn
Der trockene Torfwasen wurde genau unter die Lupe genommesn (Foto: Christine Hofer-Runst)
Christine Hofer-Runst

Richtig was los gewesen ist am Dienstagmorgen auf dem Gelände des Torfwerkmuseums. Beim Kinderferienprogramm fuhr eine Gruppe mit der Bahn ins Ried, während die andere den Weg in Richtung Matschbecken einschlug.

Bis dahin war allerdings der Weg das Ziel. Viele Fragen wollten beantwortet werden; warum baut der Biber einen Damm? Oder wozu sind Schnaken nützlich? Und, warum haben manche Enten gelbe Schnäbel? Sabrina Schiller und Laura Brückner vom Naturschutzzentrum Bad Wurzach gaben bereitwillig Auskunft und wurden dabei von dem pfiffigen Ferienkind Lutz unterstützt. Er ist ein wahrer „Riedprofi“ und fachsimpelte mit den beiden Gruppenleiterinnen über Pflanzenfasern in Torfwasen. Mit dicken Lupen wurde untersucht, was sich in so einem getrockneten Stück Torf alles finden lässt.

Vorbei an Loren, zahlreichen Biberrutschen und reifen Brombeeren erreichte die Gruppe dann das Schlammbecken. Schuhe aus und Hosenbeine hochkrempeln war das Motto, bevor die wagemutigen Buben zielstrebig voraus stürmten. In Anbetracht der zahlreichen Kinderfüße nahmen kurz zuvor noch drei sonnenbadende Frösche empört reißaus.

„Das fühlt sich an wie ein Kuhfladen“, waren dann die ersten Kommentare der Matschwanderer, als sich die moorige Pampe den Weg zwischen ihre Zehen bahnte. „Mein Opa legt sich da immer ganz rein, der hat Rücken“, oder: „Das soll ja auch ganz gut für die Haut sein“, philosophierten die Kids über die gesundheitsfördernden Wirkungen von Moor. Nach dem Matschbad marschierte der Zug der „braunen Kniestrümpfe“ im Entenmarsch ins Kneippbecken. Mit sauberen Füßen konnte dann die Exkursion fortgesetzt werden.

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