Katholischer Frauenbund knüpft an frühere Stärken an

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Referentin Birgit Bronner bei ihrem Vortrag im Pius-Scheel-Haus
Referentin Birgit Bronner bei ihrem Vortrag im Pius-Scheel-Haus (Foto: Christine Hofer-Runst)
Christine Hofer-Runst

Zu einem Begegnungstag lud am Dienstag der Katholische, deutsche Frauenbund, Ortsgruppe Bad Wurzach, ins Pius-Scheel-Haus ein. Pfarrer Paul Notz eröffnete die Zusammenkunft der Frauen mit einem Gottesdienst, der „Maria von Magdala“ gewidmet war. Interessante Vorträge und ein reger Gedankenaustausch der Teilnehmerinnen, prägten den Tag.

Der Katholische, deutsche Frauenbund feiert in diesem Jahr sein 100-jähriges Bestehen und präsentiert sein bundesweites Programm unter dem Motto „Nur wer bewegt, kann andere bewegen“. Bereits in ihrer Begrüßung wies die Vorsitzende, Luise Buchschuster, auf die Bedeutung der Frauen in der katholischen Kirchen hin. Vor 100 Jahren kämpften die Frauen auf der Straße um ein Wahlrecht und die kirchliche, politische und gesellschaftliche Arbeit dieser Gemeinschaft hat sich in all den Jahren gefestigt.

Auch Bürgermeisterin Alexandra Scherer ging in ihrer Ansprache auf die Frauenpower, oder wie sie es auch umformulierte, Powerfrauen ein. „Geänderte, gesellschaftliche Voraussetzungen, anders als noch vor einigen Jahren, fordern in der Kommunalpolitik ein Umdenken; wir arbeiten an der Zukunftsperspektive in Bad Wurzach für das Jahr 2040“. Zweifellos spielen Frauen dabei eine große Rolle im Orchester der Zukunftsmusik.

Zum ursprünglichen Thema referierte im Anschluss die geistliche Beiträtin der Landfrauenvereinigung im katholischen Frauenbund, Birgit Bronner. Sie beleuchtete sämtliche Formen der Bewegung und Beweglichkeit. Ganz profan beginnend mit physiologisch, biologischen Komponenten, spannte sie den Bogen auf den mentalen und spirituellen Bereich. Teilweise eng an Bibelpassagen angelehnt, gab sie den Zuhörerinnen Impulse und Denkanstöße über die Beweglichkeit des Geistes und der Gedanken.

Seinen Weg zu gehen, bedeute auch, manches Mal Irr- oder Umwege zu beschreiten. Nur durch die Beweglichkeit der eigenen Gedanken, der Korrektur festgefahrener Verhaltensmuster könne zu einer konkreten Korrektur des Lebensweges führen. „Einzugestehen, mein Weg war falsch, bedeutet Schwäche und diese Schwäche ist in unserer Gesellschaft verpönt“ erläuterte Bronner die Thematik „Aber diese Schwäche führt uns wiederum zur Stärke, einen Neubeginn zu wagen“.

Nach gemeinsamen Mahlzeiten und einem Fotovortrag von Alfons Frisch endete der Begegnungstag, der erneut die wichtige Rolle der Frau in der katholischen Kirche unter Beweis stellte.

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